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Entwurf eines Systemes der geographischen Wissenschaften / von Julius Fröbel
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33
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gibt, welche sich nicht in Tabellen bringen lassen,'wie es derletzten zur Schande gereichen bann , dass bei der Section einesKörpers nichts für geistige Menschenkenntniss zu gewinnen ist.Demungeachtet, wie der Arzt aus der Beschaffenheit gewisserOrgane mit Sicherheit auf den Geisteszustand des Individuumsschliessen kann, vermag der Statistiker aus äussern Verhältnis-sen auf den jetzigen oder zukünftigen Zustand des geistigenStaatslebens zu schliessen; und indem er jene äussern Verhält-nisse in Zahlen bringen kann, kommt er auch diesem geistigenLeben mit seiner Rechnung bei. Wer wird nicht in diesemSinne die Worte Alexanders von Humboldt treffend finden,welche er in Bezug auf die relative Zahl der verschiedenen Men-schenracen und Religionsbekenner ausspricht, die in der neuenWelt durch das wunderbare Spiel des Schicksals unter einan-der gemischt worden sind: La langue des chijjfres , seuls hie-roglyphes, qui se soient conserves parmis les signes de la pcnsce ,na pas besoin d'Interpretation. 11 y a quelque chose de grave etde prophetique dans ces inventaires du genre humain: tout £aveniry semble inscrit." ( Relat. hist., ed, in- 4°, T. III, p. 344.)

6 . Die historischphilosophische Geographie.

Nach der oben gegebenen Begriffsbestimmung ist die historisch-philosophische Geographie die Lehre von den Erscheinungender Erdwelt in ihrer Verbindung im Raume , in so fern dieseVerbindung ein ethisch theoretisches Interesse hat. Dieses ethisch-theoretisChe Interesse entspringt aber aus der Frage nach derAbhängigkeit des Ganges der geistigen Cultur von der äussernNatur. Mit dieser Frage befinden wir uns im Gebiete derPhilosophie der Geschichte; deshalb die hier gebrauchte Be-nennung.

Auf den Gang der geistigen Cultur wirken aber alle Natur-verhältnisse und alle Beziehungen der Natur zum Menschen unddes Menschen zur Natur ja es gibt nichts Darstellbares indiesen Verhältnissen und Beziehungen, von den verstecktestenphysikalischen Wirkungen bis auf rein ästhetische Eindrücke,und auf der andern Seite von dem unwillkührlichen Einflüsse

F. im<l H. Mittheilungen. I. 1.