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Johann Lulofs Prof. der Math. Astr. und Philos. et. etc. in Leiden Einleitung zu der mathematischen und physikalischen Kenntniss der Erdkugel / aus dem Holländischen übersetzet von Abraham Gotthelf Kästner, Mathem P.P.E.
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42 Drittes Hauptſtuͤck.

im 25 Gr. 46 Min. 41 Sec. des Stieres, und das zweyte mal, wenn ſie vom Wende-kreiſe nach dem Aequator zuruͤcke geht, und wieder eben dergleichen nordliche Abweichungim 3 Gr. 13 M du. 10 Sec. des Loͤwen hat. Nun weicht ſie nordwaͤrts bis an den Wendekreis des Krebſes ab, und ſteht alſo zwiſchen der Zeit, da ſie das erſte mal ihren nordli⸗chen mittlern Abhſtand hatte, und der Zeit des zweyten nordlichen mittlern Abſtandes, wei-ter von ihrem Scheitelpuncte, als in ihrem mittlern Abſtande, daher man dieſe Zeit mitmehrerm Rechte fuͤr einen Herbſt, als fuͤr einen Fruͤhling anſehen kann; man kann ſo garmit Rechte ſagen, auf dieſen Herbſt folge unmittelbar ein Fruͤhling, eher der zweyte Som-mer kommt; denn der Fruͤhling fangt an, wenn die Sonne vor dem Sommer ihren mitt-lern Abſtand vom Scheitelpuncte hat. Die Sonne hat nach dem zweyten Sommer ihrenmittlern Abſtand nach Suͤden, wenn ſie eine ſuͤdliche Abweichung von 9 Gr. 14 Min.15 Sec. im 23 Gr. 30 Min. 49 Scc. der Waage hat, und deswegen fangt alsdann derzweyte Herbſt an. Erdlich kommt ſie von ihrem größten Abſtande zuruck nach ihremzweyten ſuͤdlichen Mittelabſtande, namlich wenn ſie 9 Gr. 14 Min. 15 Sec. ſuͤdliche Ab-weichung im 6 Gr. 9 Min. 11 Sec. der Fiſche hat, ſo fangt der Fruͤhling an, den manals den zweyten anſehen kann. 5521. F. N

Hieraus(519. 520. F.) kann man leichte ſehen, wie es ſich mit den Jahreszeitenbey denenjenigen verhalt, die 7 Gr. 49 Min. 30 Sec. oder kleinere ſuͤdliche Breitehaben, weil ſie eben die Ordnung der Jahreszeiten finden, naͤmlich Sommer, Fruͤh-ling, oder Herbſt, Sommer, Herbſt, Winter, Frühling. Z. E. in der ſuͤdlichenBreite vom 7 Gr. 49 Min. 30 Sec. faͤngt der erſte Sommer an, wenn die Sonnedieſe ſuͤdliche Abweichung hat, das iſt, wenn ſie ſich im 19 Gr. 58 Min. 43 Sec. derWaage befindet; der erſte Herbſt oder Fruͤhling, wenn ſie im Wendekreiſe des Stein-bockes ſteht; der zweyte Sommer, wenn ſie im 10 Gr. 1 Min. 17 Sec. der Fiſche ge-ſehen wird, und alſo eine ſüͤdliche Abweichung von 7 Gr. 49 Min. 30 Scc. hat; der dar-auf folgende Herbſt. fangt an, wenn die Sonne 7 Gr. 49 Min. 30 Sec. nordliche Ab-weichung hat, das iſt, wenn ſie im 19 Gr. 58 Min. 43 Sec. des Widders ſteht. DerWinter nimmt ſeinen Anfang, wenn die Sonne ſich im Anfange des Krebſes zeiget, undendlich der Fruͤhling, wenn ſie im 10 Gr. 1 Min. 7 Scc. der Jungfrau geſehen wird.

522. FC. a

Außerhalb der Wendekreiſe ſind die Jahreszeiten beynahe von gleicher Laͤng(515. F.). Nicht allein iſt der Winter beynahe ſo lang als der Sommer, der Sommer bey-nahe ſo lang als der Herbſt, und dieſer beynahe ſo lang als der der Fruͤhling, ſendernder Winter iſt auch in der Breite von 23 Gr. 28 Min. 30 Sec. gleich ſo lang, als un-ter dem Pole u. ſ. f. aber zwiſchen den Wendekreiſen verhält ſich dieſes ganz anders, undiſt nach der verſchiedenen Breite der Oerter unterſchieden. Unter dem Aequator leget dieSonne zwiſchen dem Anfange des erſten Sommers und dem Anfange des erſten Herbſtes 30 Gr. 45 Min. 4 Sec. zuruͤcke; zwiſchen dem Anfange des erſten Herbſtes unddes erſten Winters 59 Gr. 14 Min. 56 Sec.; zwiſchen dem erſten Winter und dem An-fange