auf der Oberflache des Erdbodens. 150
ten von Meilen. So machen daſelbſt 25 gemeine Meilen einen Grad aus„ wie auch2ͤ Mrilen in Bretagne , 10 gaſconiſche, 284 pariſer, und zo Seemeilen, wie man aus denneueſten Charten von Frankreich ſehen kann. Eine gemeine engliſche Meile enthaͤlt55 88 engliſche Fuß, oder 1769 Pards 5), alſo machen 69.76, dieſer Meilen einen Grad;die Engellaͤnder bedienen ſich aber meiſtens auf ihren Reiſen zur Sce, der Seemeilen, de-ren 20 auf einen Grad gehen. Eine italiaͤniſche Meile maͤchet nur den dritten Theil einerSeemeile aus, alſo gehen deren 60 auf einen Grad, und ſo beträgt jede italiaͤniſche Meileeine Minute; manche haben der Bequemlichkeit wegen angenommen, 1000 Faden giengenauf eine Minute, und haben ſich ſolchergeſtalt der itallaͤniſchen Meilen uͤberall bedienenwollen. Hierbey geht alles noch gut, wenn man mit Beſtimmungen, die nur ungefahrrichtig ſind, zufrieden iſt; aber die meiſten Meſſungen zeigen, daß auf einen Grad nicht20, ſondern 197 c oder faſt 103 hollaͤndiſche Stunden gehen, deren eine nach dieſer Rech—nung drey italianiſche Meilen ausmachet; ſolchergeſtalt wird man bey ſorgfaltigerer Un—terſei hang finden, daß jede der 60 italianiſchen Meilen, die auf einen Grad gehen, 493rheinlaͤndiſche Rathen , oder 986 Faden, oder 5916 rheinlaͤndiſche Fuß betragt. Manwuͤrde zwar der Wahrgeit etwas naͤher kommen, wenn man mit dem Herrn Cruquius“)den Faden nicht auf 6 Fuß, ſondern auf 5, 9112 rheinlaͤndiſche Fuß rechnete, aber alsdannverändert man die gemeine Bedeutung der Wörter, ohue viel zu gewinnen, und hat einebeſchwerliche Ausdruͤckung ſuͤr die daͤnge des Fadens. Nimmt man nun auf dieſe Art1000 Faden fuͤr eine Minute, ſo kömmt man der Wahrheit ſehr nahe, und findet fuͤr einenGrad 29556 rheinlaͤndiſche Ruthen, daher der mittlere Grad 29580 P nach meiner, oder20583, 77 nach des Herrn s' Graveſande Rechnung iſt(538. S.). Bey dem gemeinenGebrauche kann man ſich der Seemeilen bedienen, weil dieſelben von den meiſten ſeefah-renden Volkern gebrauchet werden; indeſſen ſieht man, wie viel Vorſichtigkeit bey Beſtim—mung der Entfernungen nöthig iſt, und wie ſehr zu wuͤnſchen waͤre, daß alle Meßkuͤnſtler,Erdbeſchreiber u. d. g. ſich einerley Maaßes bedieneten. Wenigſtens konnte man hierdas allgemeine Fußmaaß in Gebrauch bringen, das in dieſer Abſicht ſo oft, und noch un—laͤngſt durch den Herrn de la Condamine„) iſt vorgeſchlagen worden. Man konntenaͤmlich den dritten Theil der Laͤnge des Penduls, das unter dem Aequator Secundenſchlaͤgt, fuͤr einen Zuß nehmen, der keinen Veranderungen unterworfen iſt, und nicht verlo—ren gehen kann. Wir ſahen oben(15. 15.§.) daß man die Laͤnge des Penduls unter demAequator obne Fehler, 438, 9 pariſer Linien, nach Godins und de la Condamine Wahr—nehmungen ſetzen kann; ob ſie wohl nach den Rechnungen, die aus Hrn. Campbells Be-obachtungen gefuͤhret werden(10. F.), etwas großer heraus kommt. So enthielte alſo derallgemeine Fuß 146, 3 pariſer Linien, und verhielte ſich zu einem pariſer Fuße, wie 146, 3:149, daß alſo ein mittlerer Grad 55369, 7 Toiſen, jede aus ſechs ſolchen Fuͤßen zuſammengeſetzet, enthielte. Man koͤnnte auch nach Hrn. Bou zuer Rathe), ſuͤr ein allgemeinesFußmaaß, den dritten Theil von der Laͤnge eines Penduls, in der Breite von 45 Gr. neh-
men,
4) Arbuthnot l. c. Tab. 1. in) Voy. de la Riv. des Anaz. p. 202. ſuiv.
7) Waterpaſſingen en Peilingen aan de Mer- 1) Fig. de la Terre, p. 300.wede, p. 6.