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IV, Stellarastronomie.
Sterne, unbegrenzt und in starker Bewegung sieht, be- !trachte ich als Beobachtungen über Doppelsterne ganz [ausschliessend; unter solchen, leider nicht seltenen jUmständen habe ich also nicht beobachtet. Allein jwenn ich nur bei dem günstigsten Zustande hätte beob- |achten wollen, so würde eine lange Reihe von Jahrenerforderlich gewesen sein, um eine Zahl von 87 Sternenmehrmals wiederholt zu beobachten. Es musste also jschon beobachtet werden, wenn der Zustand der Luftnur mittelmässig günstig war; wenn dieses aber derFall war und ich mich zum Beobachten entschloss;habe ich das dadurch Erlangte jedesmal in das Tage-buch aufgenommen und im Verhältniss der Anzahl dereinzelnen Beobachtungen zum Resultate stimmen lassen; jselbst dann, wenn ich nach vollendeter Beobachtungbezweifelte, ob der Gewinn den Werth einer untergünstigen Umständen erlangten Bestimmung wesentlichvermehren könne. Ich hielt die Befolgung einer festenVorschrift dieser Art für nöthig, weil ich nicht glaube,dass es rathsam ist, einer willkürlichen Schätzung desStimmwerthes der unter verschiedenen Umständen ge-machten Beobachtungen Einfluss auf das Resultat, undnoch mehr auf seinen mittleren Fehler, einzuräumen.Hätte man einen sicheren Maassstab für diese Schätzung,so würde man dadurch den Vortheil erlangen, es mitden äusseren Umständen noch weniger genau nehmenzu dürfen und also häufiger beobachten zu können. In-dessen ist noch Etwas vorhanden, welches noch grös-seren Einfluss auf die Güte der Beobachtungen hat alsdie verschiedenen atmosphärischen Umstände, unterwelchen man in unserem Klima messen muss. Diesesist die Beschaffenheit der Sterne selbst: wenn sie vonsehr ungleicher Lichtstärke sind und der hellere einlebhaft glänzender Stern ist, so wird die Beobachtungschwierig, und häufig muss man, zumal wenn die bei-den Sterne nur zwei oder drei Secunden von einanderentfernt sind, schon dann darauf Verzicht leisten, wennandere Doppelsterne noch mit Erfolg beobachtet wer-den können. Aus diesem Grunde kann man die mitt-lere Unsicherheit der Beobachtungen nicht für alleDoppelsterne gleich annehmen; und überhaupt scheintsie meinen Beobachtungen zufolge von so vielen ver-schiedenen Ursachen abzuhängen, dass es schwer seinwird, die Sicherheit des für einen Doppelstern erhalte-nen Resultats anders zu schätzen, als durch eine Unter-suchung der in der Beobachtungsreihe, aus welcheres hervorgegangen ist, wirklich vorgekommenenUnterschiede.
Dem Verzeichnisse, welches ich hier folgen lasse,habe ich unter der Benennung des mittlern Fehlers,
sowohl für die Entfernung als für den Rositionswinkel,Zahlen beigesetzt, welche die Uebereinstimmung derBeobachtungen insoweit beurtlieilen lassen, als ohneAngabe der einzelnen möglich ist. Wenn an den ver-schiedenen Beobachtungstagen die Anzahlen p, )>', p". .. .der Messungen die mittleren Resultate a, a u" ....gegeben haben, so ist das im Verzeichnisse enthalteneMittel
r = t R ) + “V + «'>''+• • • •p+p'+p"-¥
und wenn a — x, a — x, a" — x _ durch v, v' , v" _,
und p-p '•••• durch 11 bezeichnet werden,der mittlere Fehler
_1 /ppvv + p'p'v'v' "v"v" 4- ....
V n. n — 1
Man wird aus diesen mittleren Fehlern sehen, dass dasInstrument in den Entfernungen und den Positions-winkeln etwa gleichviel geleistet hat, so dass keindringender Grund vorhanden ist, die eine Bestimmungim Allgemeinen für genauer anzunehmen als die andere.
Das Verzeichniss enthält 38 Sterne, ausser dengemeinschaftlichen noch £ Bootis. Der entfernteste vonallen, ß Cygni, ist nach einer anderen Methode, näm-lich durch Einstellung der Entfernung selbst, beob-achtet; die übrigen durch Einstellung der doppeltenEntfernung, so wie das angeführte Beispiel zeigt. Einige-mal habe ich beide Methoden angewandt, um michdurch ihren Erfolg zu überzeugen, dass die. erstere,deren Vorzug desto mehr hervortritt je kleiner die Ent-fernung der Sterne ist, die aber für Entfernungen,welche eine gewisse Grenze überschreiten, nicht mehrangewandt werden kann, wirklich nicht über diese Grenzehinaus angewandt worden ist.
Stern,
Zeit.
Ent-
fernung.
Mittl.
Fehler.
Posi-
tions-
Winkel.
Mittl.
Fehler.
Anzahl,
d.Beob.!
1} Cassiopeae
1830,75
10"078
<>','020
80°
14'
2073
24
£ Piseium
1830,00
23,304
0,041
03
55
4,3
29
y Arietis
1830,03
8,057
0,030
178
55
15,3
28
a Piseium
1830,03
3,775
0,015
332
59
30,2
24
y Andromedae
1830,70
10,552
0,032
02
17
10,0
24
1 Trianguli
1831,05
3,877
0,030
78
13
15,2
28
lCamelopardali
1830,83
10,401
0,031
307
4
8,2
25
118 Tauri
1830,83
5,100
0,032
195
18
8,7
23
X Orionis
1831,05
4,525
0,028
43
59
19,2
25
1831,03
2,727
0,024
147
52
47,5
31
41 Aurigae
1830,85
8,150
0,015
353
47
10,4
24
38 Geminorum
1831,00
0,133
0,018
172
40
5,0
24
20 Lyncis
1831,17
15,137
0,033
253
12
5,5
24
a Geminorum
1831,00
4,730
0,015
250
23
10,0
37
£ Caneri, Com. B
1832,10
1,323
0,020
31
20
50,7
24
„ c
1832,10
5,555
0,021
147
30
19,4
24