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Ueber Feuer-Meteore, und über die mit denselben herabgefallenen Massen.
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< blasenartig ausgedehnt gewesenen) Kugel, niederfallen, oderihren Weg fortsetzen.

§. 8. Licht und Farben der Feuerkugeln.

Das Licht der Feuerkugeln ist allemahl sehr hell, so daß e-weit starker ist, als das Mondenlicht, aber doch meistens demSonnenlichte nicht ganz gleich kommt. Einige Mahl hat manes doch diesem beynahe gleich gefunden, und man hat auch be-merkt, daß ungeachtet des Sonnenlichtes die Körper einenSchatten geworfen haben, z. 23 . am i 5 . August 1755. DieFarbe ist gewöhnlich sehr veränderlich gewesen, meistens blen-dend weiß, so daß man daS Licht mit weißglühendem oder ge-schmolzenem Eisen, oder mit dem Blitze, oder mit brennendemKampher verglichen hat. Mehrere Mahle hat man auch einbläuliches Licht, wie von brennendem Schwefel (der auch wohlein Hauptbestandtheil ist), oder auch ein rothes oder gelbes,bisweilen auch alle Regenbogenfarben spielendes Licht gesehen,und zwar die brennende Kugel mit anderer Farbe, und mirhellerem Lichte , als den Schweif. Merkwürdig ist das bey denFeuerkugeln am 7. November 1799, und am 28. October 1801beobachtete grünliche Licht, woraus man, da sonst keine mitdieser Farbe brennende Materien, besonders unter den gewöhn-lichen Bestandtheilen meteorischer Massen, bekannt sind, aufeinen Kupfergehalt dieser beyden Meteore zu schließen geneigtseyn möchte, wovon auch noch sonst Beyspiele vorhanden gewe-sen zu seyn scheinen. Sowohl die ganze Masse der Feuerkugel,als auch die nach der Zerspringung weiter gehenden Bruchstücke,sind meistens in einen Nebel eingehüllt «-schienen, der sich deSNachts weißlich und leuchtend, am Tage aber als Rauch odereinem Wölkchen ähnlich gezeigt hat.

§. 9. Brennen, Rauch und Dampf.

Gewöhnlich hat man bey Feuerkugeln bemerkt, daß Flam-men, Funken und Rauch nach allen Richtungen ausbrechen, wo-von manche der in der nächsten Abtheilung erwähnten Abbildun-gen eine deutliche Vorstellung geben können; die Abbildung imJournal deSavans 1676, p. 60, scheint mir eine der natür-lichsten und treuesten zu seyn. Bey der am 22. Februar 1719