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Ueber Feuer-Meteore, und über die mit denselben herabgefallenen Massen.
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(1687/ de» 29. SiOfemtci'/ Vormittags um 10 Uhr , tmsüdöstlichen Frankreich eine vielfarbige Feuerkugel , mit vielemGeräusch, Schwefelgeruch, und Niederfallen eines 38 Pfundschweren Steines.) S. die vierte Abtheilung.

1641, den s 5 . September, nach 4 llhr Nachmittags, inder Lausitz bey heiterem Himmel eine Feuerkugel, welche mitschrecklichem Knalle zersprang, und eine große Erschütterunggab. B r e s l a u e r Sammlungen, 19. V e r such, S.279. In dem Morgenblatte 1816, Nr. 2,4, wird, auswelcher Quelle, weis; ich nicht, gemeldet, die Erscheinung die-ser FeucMigel habe den schwedischen Obersten Wanken, wel-cher die Stadt Görlitz hartnäckig vertheidigt hatte, so erschreckt,daß er sich sogleich entschlossen habe, eine Capitulation anzu-tragen , in der Meinung, daß, wenn Gott selbst mit ihm zukriegen anfange, er zu schwach zum Widerstände sey.

(1642, einige Tage nach dem 3 o. November, nach einerandern Nachricht den »2. December, sollen in Ungarn zwischenGran und Ofen 5 Feuerkugeln, vermuthlich Stücke einer vorher zersprungenen, schreckliche Explosionen gemacht haben, wor-auf Bley und Zinn , vermuthlich weiches Eisen, das man da-für gehalten, soll niedergefallen seyn.) S. die v i e r t e A b-t h e i l u n g.

»648, den 6. Februar, deS Morgens um 5 Uhr, beyGla-rus ein Feuer-Meteor, das zwey Explosionen machte. Theatr ,europ. Tom. IV, p. qo 3 .

(1647, den 18. Februar, in der Nacht, ein Feuer-Me-teor bey Zwickau , welches Flammen und Funken warf, undworaus mit großem Krachen ein Stein, einen halben Centnerschwer, fiel.) S. die v i e r t e Abtheilung.

1648, den 8. Januar, Abends um 4 Uhr (ob nach der ge-wöhnlichen oder nach der italienischen Zeitrechnung, ist wohlungewiß) eine Feuerkugel im Neapolitanischen. In den Me-moires du Duc de G u i s e , p. 322 (2. edit. Paris 1(68. 8)wird gesagt: Reyenant dc Copo de Chino (zwischen Neapel und Aversa ) i! marrira une chose assez extraordinaireet que plus de trois mille personnes Yirent avec moy.Ce fut sur les quatre lieures du soir quil parut uncestoile sur ma gnuche, de la grandeur quest le corps