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rett — und aus deren Richtung, so wie aus der gemeinschaftlichen Kante, in welche dieselben zusammen stoßen, nichtnur auf eine regelmäßige, sondern selbst auf eine vierseitig pyramidale, und somit den vorhin beschriebenen Steinen vonLabor und L'Aigl e sehr ähnliche Form, welche dieser Stein, als ganz, gehabt haben dürfte, mit aller Wahrschein-lichkeit schließen.
Die beyden überrindeten Flachen erheben sich nähmlich schief unter einem Winkel von 72° von der angenommenenbreitem, freylich hier gebrochenen, Grundfläche ( wie dieß bey einer der großem schiefern Seitenflächen des T a b o r e rSteines wirklich beyläufig auch der Fall ist), und verschmählern sich offenbar nach oben, lassen also keinen Zweifel überdie ursprünglich pyramidale Form des Steines.
Sie stoßen ferner unter einem Winkel von li6° beyläufig, in eine gemeinschaftliche Kante zusammen (bemerkens-werth, daß am T a b o r e r Steine bey einer stumpf abgerundeten gemeinschaftlichen Kante zweyer Seitenflächen einähnlicher Winkel von 115° vorkommt); verlängert man sich nun diese beyden Seitenflächen, wovon hier nur ein Theil,und zwar im Mittel, von 12 und 15 Linien vorhanden, nach ihrer offenbaren Richtung bis an ihre höchst'wahrscheinlicheursprüngliche Gränze von Ausdehnung in die Breite, d. i. auf etwa 4 Zoll (welche Größe (i) der Stein, als Cubusgenommen, nach seinem absoluten Gewichte und dem specifischen — 3, 7 beyläufig gehabt haben möchte); so kömmt,wenn man kein sehr ungleichseitiges Prisma, oder ganz willkührlich, eine polyedrische Gestalt sich denken will — woge-gen dieser so sehr regelmäßige Theil des Ganzen, und in gewisser Beziehung das angegebene Maß des Steines selbst,streitet — ein verschobenes Viereck heraus, das höchst wahrscheinlich ungleichseitig war, und eine vorspringende Eckehatte, weil sonst- nach obigen Gewichtsverhältnissen — beynahe bey keiner andern denkbaren Form des Steines, mitwelcher sich die Gestalt dieses Bruchstücks vereinigen ließe, ein Durchmesser von 6 Zoll (wie doch ausdrücklich angege-ben wird) sich ergeben könnte.
Die beyden überrindeten Flächenreste sind übrigens fast ganz flach und eben, besonders die eine; die andere hat nurein paar etwas seichte Stellen, die man kaum Eindrücke nennen kann.
Die Rinde ist im Ganzen wie an den Steinen von Tabor und L'Aigle , nur etwas dunkler schwarzbraun, undmehr kurzaderig - runzlich als narbig, und am ähnlichsten jener an den Steinen von Timochin und Tipp er ary.Sie ist merklich dicker als an irgend einem mir bekannten Meteor - Steine (auch hierin kömmt, wenigstens stellenweise,die an den Steinen von Timochin und T ipperary ihr am nächsten), zumahl an einer dieser Flächen, wo sie bey-nahe eine halbe Linie erreicht ( 2 ).
Ihre Härte ist etwas geringer als die der Rinde der Steine von Tabor und L'Aigle , doch gibt sie ziemlichleicht am Stahle Funken; dagegen wirkt sie merklich stärker auf die Magnetnadel, und setzt dieselbe fast auf f Zoll
von tiefem Ereignisse, sondern auch die durch dasselbe angeregte und motivirte Bekanntmachung der höchst, merkwürdigen Ur-kunde über die Agramer Eisen - Masse, und zugleich auch eine Muthmaßung über den wahrscheinlichen Ursprung solcher angeb-lich aus der Luft gefallenen Massen enthält, die den damahligen Ansichten und dem allgemein herrschenden Unglauben —» we-nigstens an eine ursprünglich überirdische Entstehung derselben — entsprechend, und in dieser Voraussetzung gerade bey diesenzwey dem Verfasser naher bekannt gewordenen Vorfällen (Agram nähmlich und Eichstädt, als wo nur einzelne Massen fielen)wirklich am annehmbarsten war. Eine Muthmaßung, die übrigens schon 20 Jahre früher von den Pariser Akademikern, mitL a v 0 i si e r an ihrer Spitze ausging , und 12 Jahre später noch (1802)* von einem bekannten französischen Physiker (Patri n)bey Gelegenheit der Howard'schen Resultare und Folgerungen, und gegen dieselben, vertheidiget wurde.
Bruchstücke von diesem Eichstädter Steine gehören übrigens zu den seltensten und am wenigsten bekannten von allen Me-teorolithen neuerer Zeit, indem die Total-Masse so unbedeutend war, und die Begebenheit selbst erst spät allgemeiner bekanntwurde. (Nähmlich lange nach Stütz, i 8 o 5 erst, gab Pros. Pickel zu Eichstädt Nachricht davon in v. M 0 l l's Annalen.)Ein großes Stück davon befindet sich am Berg - Collegium in München , ein kleines besitzt Herr v. Moll daselbst, und kleineFragmente finden sich meines Wissens in den durch Vollständigkeit in dieser Partie ausgezeichneten Sammlungen des MarquisDe Dree in Paris , und des jüngst verstorbenen L. R. L avater's in Zürich . Klaproth opferte ein erhaltenes Bruch-stück der Analyse, und C hla d ni suchte vergebens ein Fragment für seine Sammlung aufzutreiben.
(r) Nach Stütz Nachricht, die sich auf eine schriftliche Mittheilung des B. Hompesch gründet, hatte der Stein ungefähr einenhalben Schuh im Durchmesser. (Chladni gibt, wahrscheinlich aus einem kleinen Versehen im Niederschreiben, einen Schuhan.) Dieses kann, nach den Gewichtsverhältniffen, nur in so fern gegründet seyn, als man damit den längsten meinte,etwa von einer Ecke queer zur entgegen gesetzten gemessen, und dann müßte selbst noch, wie oben erwähnt, eine Ecke etwasverlängert gewesen seyn, und wenn der Stein wirklich pyramidal war, dessen Höhe kaum mehr als 3 Zolle betragen haben.
(2) Stütz gibt aus Versehen, weil er wahrscheinlich vergaß die Betrachtung mit einer Handloupe, die wohl drey bis vier Mahlvergrößert haben mag, angestellt zu haben, die Dicke auf 2 Linien an.