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Ein charakteristisches Stück, 24 Loth schwer, von dem am 12 . März 1798 bey Sales (nicht weit von VilleFranche, Departement du Rhone ) in Frankreich (1) einzeln gefallenen Steine, der ungefähr 20 bis 25 Pfundwog, welches die kaiserl. Sammlung der gefälligen Mittheilung des Marquis D e D r e e verdankt.
Es ist dasselbe von einer der größern, abgeschliffenen Flachen dargestellt, die das Innere der Steinmasse auf einemFlächenranme von etwa 1 ^ Quadrat-Zoll, und auf wenigstens I j-Zoll Entfernung von der äußersten Oberfläche desSteines zeigt, wo nähmlich an einer Seite Rinde ansteht.
Der Cohäsions-Zustand ist beynahe eben so dicht und fest, wie am Steine von Cha rso nville; die Härte derSteinmasse im Ganzen doch bedeutend geringer, da sie nur schwer und schwach Funken gibt. Der Aggregats - Zustandist zwar (des schon etwas häufiger und zum Theil mehr ausgesprochenen olivinartigen Gemengtheiles wegen) im Ganzengröber, doch beynahe eben so dicht und innig; die Textur von eben so feinem und gleichförmigen Korne, beynahe nochin einem Hähern Grade, und die ziemlich stark vorwaltende, aber im Ganzen nur wenig durch die Gemengtheile herausge-hobene Grundmasse von mattem, erdigem Ansehen, und von licht aschgrauer, beynahe gar nicht ins Bläuliche fallender Farbe.
Der olivinartige Gemengtheil erscheint darin weit häufiger als im Steine von Charsonville, und theils, undzwar größten Theils, in ganz ähnlichen, ebenfalls nur schwach und undeutlich ausgesprochenen, sehr kleinen, schwachbegränzten und innig mit der Grundmasse verbundenen, runden, ovalen, mitunter auch stumpfeckigen Körnern und Man-deln von mattem, erdigem Ansehen, und licht und dunkler aschgrauer, mehr oder weniger inö Bläuliche ziehender Farbe,die dem Ganzen ein schwach porphyrartiges Ansehen geben; theils aber auch, obgleich in einem nur geringen Verhält-nisse , in einzelnen, kleinen und größern, scharf ausgeschiedenen und begränzten (zum Theil selbst durch eine zarte, ver-tiefte Linie von der Grundmasse abgesonderten), meistens vollkommen kugelichten (ganz jenen ausgesprochenem imSteine von Timochin und vielen von jenen im Steine von B enares ähnlichen) Körnern, von dunkel bläulich,grauer, ins Lauchgrüne ziehender Farbe, etwas fettigem Glänze, größerer Dichtheit, Härte, rissiger Oberfläche u. s. w.,die auch auf den rohen Bruchflächen als insitzende Kügelchen mit hervorragender convexer Oberfläche, auch wohl schonausgebrvchen, erscheinen.
Der Gehalt an Gediegeneisen zeigt sich dagegen ungleich geringer als am Steine von Charsonville (2) (Ti-mochin u.v.a.), und die Eisentheilchen erscheinen größten Theils — außer in eben nicht sehr häufig eingestreuten, zarten.Puncten und Körnern — voa seltnerer Art des Vorkommens, nähmlich in beträchtlichern Massen, die auf der poliertenFläche als unregelmäßig gestaltete, eckige, zum Theil gezackte und kleinästige, scharf begränzte, aber fest eingeschlosseneFlecke von licht eisengrauer, stark ins Silberweiße fallender Farbe, und mit starkem metallischen Glänze sich zeigen,und wovon einer der großem hier, von ovaler, etwas keilförmiger Gestalt, 2 Linien in der Lange, und 1 5 in der größ-ten Breite mißt (3).
Kieötheilchen lassen sich nur äußerst wenige, höchst zart eingesprengt und feinkörnig angehäuft, auf der poliertenFläche durch eine mattere, aus dem Zinkgrauen etwas ins Röthliche stechende, auf den rohen Bruchflächen aber durcheine glänzendere, und mehr ins Gelbe ziehende Farbe von jenen unterscheiden ( 4 ). Von Oxydkö'rnem zeigt sich keine
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(1) Der verzögerte» Bekanntwerdung des Factums, die wir den spätern, eifrigen Nachforschungen des Marquis D e Drö e ver-danken , und der Unbedeutenheit der niedergefallenen Masse ist es zuzuschreiben, daß nur mehr wenige Fragmente davon nach-weisbar vorhanden sind, wovon sich eines im Mus. bi-ir. zu London , aus Grev ille's Vermächtniß, und ähnliche in DeD r ä e's , B l u m e n b a ch's und Chl a d ni's Besitze sich befinden.
(2) Ich fand das specifische Gewicht eines kleinen, rindelosen, und, nach möglichst genauer Prüfung, von größern Gediegenei-
sentheilchen ganz freyen Stückes == 3,424; da nun aber das in größeren Massen zerstreut eingemengte Gediegeneisen im Gan-zen bald mehr betragen dürfte, als das zart eingesprengte zusammen genommen , und ersteres demnach auf die ganze Steinmaffevertheilt werden müßte; so möchte das specifische Gewicht wohl zwischen 3,5 und 3 , b anzusetzen seyn, welchem auch der wahreTotal-Gehalt an Gediegeneisen, nach oberflächlicher Abschätzung (== etroa o, 08 bis 0,10) entspräche. (V a u q u e l i n erhieltbey der Analyse 38 Percent als Oxyd.) Abgesehen von den größern Eisentheilchen ist die Wirkung der Steinmasse auf denMagnet auch nur schwach, eben so wie bey den Steinen von Lissa, stärker jedoch als bey jenen von Siena und Benares .
( 3 ) De Dr sie fand in einem Stücke dieses Steines ein 24 Gran wiegendes Korn von Gediegeneisen.
(4) Es ist dieser Kies sehr spröde, leicht zersprengbar, und läßt sich sehr leicht zum feinsten Pulver zerreiben, zeigt sich aber auchals solches ganz ohne Wirkung auf die Magnetnadel.