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so mußte man auf den Gedanken gerathen, daß sie währendder Zeit, wo sie uns unsichtbar sind, den Bogen ihres Krei-ses, in welchem wir sie während der Nacht sich bewegensahen, fortsetzen, daß also der Himmel, den man frühernur für eine halbe hohle Kugel, oder für ein kleines Stückderselben hielt, vielleicht eine ganze ist, in deren Mitte dieErde steht, deren Oberfläche dem Himmel parallel, und alsowohl ebenfalls eine Kugel ist.
Da ferner am Morgen das Licht der Sterne immerschwächer wird, je mehr die Helle des Tages zunimmt, sowie am Abend ihr Licht mit der abnehmenden Dämmerungwieder wächst, so war es leicht zu bemerken, daß bloß dasviel stärkere Licht der Sonne es ist, welches uns die Sterneam Tage unsichtbar macht,- wie man an dem blassen Schim-mer des Mondes, wenn er am Tage mit der Sonne zugleichsichtbar ist, und unter günstigen Umständen selbst an eini-gen andern Gestirnen bemerkte, die sich durch ein lebhafteresLicht auszeichnen.
Da endlich die Bewegung aller dieser Sterne in untersich parallelen Kreisen vor sich geht, und diese Kreise aufzwey entgegengesetzten Seiten des Himmels immer kleinerwerden, je mehr sie sich zwey unbeweglichen Punkten nähern,von denen wir in Europa nur den einen jede Nacht sehenkönnen, so war man beynahe gezwungen anzunehmen, daßdie Erde eine Kugel sey, die in den Mittelpunkt einer an-dern hohlen Kugel hängt, an welcher letzteren sich Sonne,Mond und alle Sterne befinden, und daß diese letzte Kugelsich sammt jenen Körpern täglich einmahl um uns, und zwarum eine-Axe drehe, die durch jene zwey unbeweglichen Punktedes Himmels, und da diese Punkte einander genau gegen-überstehen, auch zugleich durch den Mittelpunkt der Erdegeht.
Diese Erklärung wurde bald durch andere Beobachtun-