Band 
Erster Theil.
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auf, sie auch bey anderen ähnlichen Erscheinungen anzu-wenden.

Auch die Sonne bewegt sich, wie überhaupt alle Ge-stirne, täglich einmahl von Ost nach West um die Erde, al-lein nicht so regelmäßig, wie die Fixsterne. Zwar verfinstertsie mit ihren zu lebhaften Strahlen das Licht der Sterne(nach 1), und verwischt uns gleichsam alle die Punkte desHimmels, mit welchen man ihren Stand vergleichen, nachwelchen man ihre Bahn am Himmel bemerken könnte. Abereinem aufmerksamen Beobachter biethen sich doch bald meh-rere Mittel dar, auch bey ihr eine eigene Bewegung gegenOst, wie vorhin bey dem Monde, zu bemerken.

Man sah zwar, daß die Sterne immer dieselbe Lagegegen einander behielten, allein man sah in verschiedenenZeiten verschiedene Sterne.

Im Anfange des Frühlings erblickt man um Mitter-nacht am südlichen Himmel das Sternbild des Löwen undder Jungfrau. Im Sommer sind jene um Mitternacht schonweit gegen West gerückt, und im Süden stehen jetzt um Mit-ternacht die drey bekannten Bilder der Leyer, des Schwansund des Adlers, nebst dem Steinbocke. Im Herbste wird ihreStelle vom Pegasus und den Fischen eingenommen, und inden hellen Winternächten endlich glänzt am südlichen Him-mel das schöne Sternbild Orion, die Plejaden, Hyaden,Sirius, Procyon, und die Zwillinge.

So wie wir Mittag die Zeit des Tages nennen, wenndie Sonne im Süden ihre größte Höhe über dem Horizonteerreicht, so nennen wir Mitternacht die Zeit zwischen zweynächsten Mittagen, wenn die Sonne in den entgegengesetztenTheilen des Himmels, im Norden, ihre größte Tiefe unterdem Horizonte erlangt; folglich stehen die Sterne, welcheum Mitternacht in Süden ihre größte Höhe erreichen, derSonne gerade gegenüber. Ein Blick auf unsere Himmelskar-