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mer und wir Winter haben. Auch geht die Beleuchtungsgranzejeht über den südlichen Pol hinaus, der daher, solangedie Sonne unter dem Aequator ist, immer in ihren Strah-len bleibt, während im Gegentheile der nördliche immer imSchatten liegt. Wenn die Sonne nach der Mitte des Decem-bers endlich ihre größte Tiefe unter dem Aequator erreicht,so geht sie uns am südlichsten auf und unter, und unsere Ta-ge sind die kürzesten, während die der südlichen Hämisphäredie längsten sind. Von da endlich steigt die Sonne wiederherauf gegen den Aequator, sie geht immer nördlicher aufund unter, und unsere Tage werden immer länger, bis sieendlich wieder im März in den Aequator tritt, und Tag undNacht auf der ganzen Erde gleich macht.
Der Aequator und die Ekliptik sind zwey der wichtigstenKreise, durch welche die Astronomen die Lage der Gestirneam Himmel bestimmen. Die zwey Punkte, in welchen sie sichschneiden, heißen Aequinoctien oder Nachkgleichen, weildann, wenn die Sonne in diesen beyden Punkten steht, wiewir gesehen haben, auf der ganzen Erde Tag und Nachtgleich sind.
Der Nachtgleichenpunkt bey den Fischen heißt derFrüh-lingspunkt, und der andere der Herbstpunkt. Diebeyden Punkte der Ekliptik, welche zwischen den Aequinoc-tien in der Mitte liegen, heißen die Solstitien.
Ein größter Kreis durch einen Stern senkrecht aufden Aequator, der also auch durch den Pol des Aequatorsgeht, heißt dieses Sterns Declinationskreis. DerTheil dieses Kreises zwischen dem Stern und dem Aequatorheißt die Declination des Sternes, und der Theil desAequators zwischen dem Frühlingspunkte und dem Dcclina-tionskreise heißt die Rectascension des Sternes.
Zieht man eben so durch den Stern einen Kreis senk-recht auf die Ekliptik, welcher Kreis also durch die beyden