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den, unter welchem die, an die Endpunkte dieses Bogens ge-zogenen Halbmesser der Erde sich schneiden. Die Auslösungdes ersten Theiles begreift den geodätischen, die des zweytenden astronomischen Theil der Operation.
Wir haben bereits oben bemerkt, daß die Höhe des«Pols und die mittägige Zenithdistanz aller auf der südlichenSeite dcsIcniths sich befindenden Sterne in demselben Maßezunimmt, in welchen sich der Beobachter auf der Erde in derRichtung des Meridians, jenem Pole nähert, woraus folgt,daß der Winkel, welchen die Halbmesser der Erde in denbeyden Endpunkten des gemessenen Bogens in dem Mittel-punkte bilden, gleich der an diesen Endpunkten beobachtetenDifferenz der mittäglichen Höhen eiuesSterns, weniger demWinkel ist, unter welchen man aus diesem Sterne den ge-messenen Bogen erblicken wurde, welcher letzte Winkel aber,wegen der ungcmein großen Entfernung aller Sterne vonder Erde, ganz unmerklich oder gleich Null ist.
Die geodätische Messung des Bogens, oder die Bestim-mung seiner Größe in Toisen könnte allerdings durch dieunmittelbar aufeinander folgende Anlegung des Maßsta-bes gefunden werden, wie dieß auch Mason in Pensylvaniengethan hat. Da aber dieses Verfahren bey einem großenBogen (und kleine würden keine Sicherheit gewähren, daman von ihnen auf den Umfang der ganzen großen Erdeschließen will) äußerst beschwerlich scvn würde, so hat manes vorgezogen, die Entfernung der beyden Endpunkte desBogens durch eine Kette von Dreyecken mit einer kürzerngeraden Linie, der Basis, zu verbinden, und nur die letzteunmittelbar mit dem Maßstabe zu messen, während man injenen Dreyecken nur die Winkel derselben beobachtet, wasbesonders durch Hülfe der neuern Instrumente mit grcßcrSchärfe geschehen kann. Das Verfahren dabey ist kurz fol-gendes :