Band 
Erster Theil.
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chen sie gesehen werden können, in derselben Zeit sichtbarsind. Da aber solche terrestrische Signale selbst von den höch-sten Bergen nur in einem Umkreise von wenigen Meilen sicht-bar, und iiberdieß auf der See gar nicht anwendbar sind, somüssen wir wieder ähnliche tautochrone Erscheinungen amHimmel aufsuchen. Wir werden weiter unten sehen, daß dieFinsternisse des Mondes und die der Jupiterstrabanten hier-her gehören, daß sie aber auch den Nachtheil haben, daßsich, besonders bey den ersten, der Anfang und das Endeder Finsterniß nicht mit Schärfe beobachten läßt, und daßdaher die darauf gegründeten Resultate keine große Genauig-keit gewähren. Schärfer lassen sich die Sonnenfinsternisse,und die Bedeckungen der Fixsterne durch den Mond beobach-ten, aber da diese Erscheinungen für alle Orte der Erde nichtin demselben Augenblicke statt haben, so können sie nicht sounmittelbar, wie die vorhergehenden Phänomene, zu die-sem Zwecke gebraucht werden. Indessen ist die Theorie derMondbewegung schon genau genug bekannt, um jene Ver-schiedenheit durch eine angemessene Rechnung, von welcher wirspäter sprechen werden, gleichsam wieder aufzuheben.

Allein alle diese Phänomene, die wohl dem Beobach-ter auf dem festen Lande genügen, seine Länge zu bestim-men, reichen doch, weil sie zu selten vorfallen, nicht hin, auchdie Bedürfnisse des Seefahrers zu befriedigen, der um dieKlippen und Untiefen des Meeres zu vermeiden, seine Längebeynahe jeden Augenblick kennen muß. Um ihn vor diesenimmer drohenden Gefahren zu sichern, wurden daher großeBelohnungen auf die Entdeckung neuer Mittel und Metho-den gesetzt, durch welche sich zur See die Länge, so oft esnöthig ist, leicht und sicher bestimmen läßt. Diesen Aufmun-terungen verdankt man die Güte, mit welcher jetzt unsereSeeuhren verfertigt werden, und die Genauigkeit, durch wel-che sich unsere Mondstaseln auszeichnen.