Band 
Erster Theil.
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stirne zusenden, so daß diese ursprünglich geradlinigenStrahlen jetzt eine gegen die Erde hohle krumme Liniebilden.

Der Beobachter, der alle Gegenstände nur in der Rich-tung der Tangente des Endpunktes dieser krummen Liniesieht ( wird also alle Gestirne höher erblicken, als sie wirk-lich sind. Diese Erhöhung heißt Refraction, und es istnothwendig ihre Wirkung für jeden Punkt des Himmelsgenau zu kennen, um die Gegenstände desselben auf denwahren Ort reduziren zu können, den sie ohne die Re-fraction einnehmen würden.

Wenn überhaupt der Lichtstrahl aus einem dünnernMittel in ein dichteres übergeht, so nähert er sich bekanntlichder geraden Linie, welche auf der Fläche senkrecht steht, diebeyde Mittel trennt, und zwar, den Versuchen gemäß so,daß die Sinus der zwey Winkel, welche der Strahl vorund nach dem Durchgänge durch dieses Mittel mit jenersenkrechten Linie macht, immer dasselbe Verhältniß haben,wie groß oder wie klein auch jene Winkel selbst seyn mögen.Zwischen Luft und Glas ist nach den Beobachtungen dasVerhältniß dieser Sinus im Mittel gleich -|, zwischen Luftund Wasser j-, zwischen Lust und Eis -f- u. f.

Wir wollen uns die Atmosphäre in sehr viele der Erdeconcentrische Schichten getheilt vorstellen, deren Dichte mitder Annäherung zur Erde nach einem gewissen Gesetze zu-nimmt. Sey DE sFig. 4.) ein kleiner Theil einer dieser-Schichten, der also als eine gerade Linie angenommen wer-den kann, und ZCP darauf senkrecht, so daß dieses Lothverlängert, durch den Mittelpunkt der Erde geht. Das Ge-stirn in A sendet einen Strahl AE, der bey seiner Ankunftan der dichtem Schichte in C, nach dem Vorhergehenden, ge-gen das Emfallsloth, oder nach Cb hin gebrochen wird.Man verlängere Cb nach B, und AC nach a, so ist ACZ