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darstellte, daß Kepler sich derselben bey seinen Rechnungenmit Sicherheit bedienen konnte (S. 172) und daß er zweytensseine vorzüglichen Untersuchungen alle an einem Planeten an-stellte, dem Mars , dessen Excentricität wieder so groß war,daß die Folgen derselben in den Beobachtungen deutlich er-schienen, und ihn überzeugen mußten, daß man hier mit derKreishypothese nicht weiter ausreichen kann.
Die Entdeckung dieser beyden wichtigen Gesetze der Be-wegung der Planeten setzte Kepler in seinem Werke Astro-nomia nova de motilms stellae Martis. Pragae lß09umständlich auseinander, und legte so durch dieses unsterb-liche Werk den Grund zu der neueren Astronomie. Es wirdvielleicht nur wenige Leser geben, welche den in diesem Werkeentwickelten Rechnungen zu folgen Krafr und Ausdauer ge-nug haben, aber jeder von ihnen wird dafür destomehr denunverdrossenen Muth, die Geduld, den Scharfblick, und mit-ten unter den verwickelten, endlosen Rechnungen den fröh-lichen Sinn und die oft selbst scherzhafte Darstellung desVerfassers bewundern. Um nur eine der hierher gehörendenStellen daraus mitzutheilen, so war Kepler , nachdem ersich einmahl überzeugt hatte, daß die Bahnen der Planetenkeine Kreise seyn können, nicht sogleich auf die Ellipse, son-dern auf eine andere sonderbare Ovallinie verfallen (cujus-modi ßgiiram ilineris o va 1 e m appellitant), welche ermit seiner nur zu reichen Phantasie, die ihm manchen Streichspielte, und wie wir unten sehen werden, oft in seinen er-habenen Untersuchungen aufhielt, nach seiner eigenen Ideeüber die physischen Abweichungen der Planetenbahnen voneinem Kreise entworfen und berechnet hatte. Schon glaubteer, der Wahrheit auf der Spur zu seyn, und theilte seineneue Entdeckung zu früh triumphirend dem berühmten Ma-thematiker David Fabricius mit. Allein dieser fand, daß sichdurch diese krumme Linie, wenn auch die Längen, so doch