Band 
Erster Theil.
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wickelte Theorie zu burchdringen, und sich bis aus diese Höhe zuerheben, von welcher wir nun alle jene mannigfaltigen undso künstlich in einander verschlungenen Erscheinungen gleich-sam mit einem einzigen Blicke übersehen können.

Noch müssen hier einige andere Störungen des Mon-des erwähnt werden, die der Rotation des Mondes anzuge-hören scheinen, und so beträchtlich sind, daß sie zum Theilselbst ohne Hülfe der Fernröhre bemerkt werden können.Wir haben bereits oben (S. 75) gesagt, daß der Mondimmer dieselbe Seite gegen die Erde kehre, und daß daher 'die Zeit seiner Umlaufszeit um die Erde der Zeit der Rota-tion um seine eigene Are gleich seyn müsse. Man erkenntdiese merkwürdige Eigenschaft unsers Satelliten an den häu-figen Flecken, mit welchen seine Oberfläche gleichsam besäetist, und die beständig immer dieselbe Stelle einzunehmenscheinen. Allein eine etwas genauere Beobachtung dieser Fle-cken zeigt uns, daß diejenigen, welche nahe an dem Randestehen, periodisch zu erscheinen und wieder zu verschwindenpflegen, indem sie zuweilen auf die uns sichtbare Hälfte desMondes hervorzutreten, und zuweilen wieder in der entge-gengesetzten unserem Anblicke sich zu entziehen scheinen. Diesesabwechselnde Verschwinden und Wiedererscheinen jener Fle-cken ließ die ersten Beobachter derselben auf eine Ungleich-heit in der Rotation des Mondes, auf ein Schwanken des-selben um seine Are schließen, dem man den Nahmen derLibration gegeben 'hat.

Wenn man aber, was am natürlichsten ist, annimmt,daß die Rotation des Mondes um eine fire Are völlig gleich-förmig vor sich geht, eine Annahme, die auch mit der Theo-rie dieser Bewegungen vollkommen übereinstimmt, so erkenntman sogleich wenigstens eine Ursache jener vielleicht bloßscheinbaren Ausnahme von einer ganz gleichförmigen Rota-tion. Denn da dann die Bewegung des Mondes um seine