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daß die Rotation der zwey größten und entferntesten Plane-ten unsers Systems, (denn jene des Uranus wird uns wohlimmer unbekannt bleiben) einander gleich ist, und noch nichteinen halben Tag beträgt, während die anderen der Sonnenäheren Planeten alle sich nahein der Zeit eines unserer Ta-ge um sich selbst drehen.
Welche Kraft ist es aber, die diese Ringe um ihrenPlaneten frey schwebend erhält? Es ist nicht wahrscheinlich,daß dieß bloß der einfache Zusammenhang ihrer Theile sey,denn dann würden sich die dem Saturn näheren Theile desRinges, durch die immerwährende Einwirkung der Schwerenach und nach dem Saturn genähert u»d von dem Ringe ge-trennt haben, welcher letzte durch diese allmählige Abnahmevermindert, sich endlich selbst aufgelöst und zerstört habenwürde, wie dieß mit allen Werken der Natur der Fall ist,die nicht Kraft genug haben, den Einwirkungen äußererKräfte zu widerstehen. Diese Ringe müssen sich also durch diebloßen Gesetze des Gleichgewichts erhalten, und sie müssen da-her, um dieses Gleichgewicht möglich zu machen, eine Rota-tion um eine auf ihre Ebene senkrechte, durch ihren Mittel-punkt gehende Achse haben, damit die Schwere der Ringegegen den Planeten durch die Schwungkraft wieder aufgeho-ben werde', welche aus jener Rotation entsteht, wie dieß auchdurch die Beobachtungen bestätiget wird.
Denkt man sich durch den Mittelpunkt Saturns eineEbene senkrecht auf die des Ringes, so wird diese Ebene denRing in einer krummen Linie schneiden, und man kann durchRechnung zeigen, daß das Gleichgewicht dieses Ringes, selbstwenn er aus einer flüssigen Masse besteht, dann Statt habenwerde, wenn jene krumme Linie eine Ellipse ist, deren großeAre immer gegen den Mittelpunkt des Planeten gerichtet ist.Die Dauer der Rotation dieses Ringes wird nahe dieselbe mitder eines Satelliten seyn, der sich in der Entfernung des