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Palaeologica zur Geschichte der Erde und ihrer Geschöpfe / von Hermann von Meyer
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U ebersicht

kommen, nach Bestimmungen welche Cuvier an denFüssen vorgenommen, wenigstens 9 Arten von Vögeln vor,andere Skelettheile sind geeignet, diese Zahl noch zuerweitern, es sind Raubvögel, Hühner, Ufervögel etc.Im Vicentinischen, in den Steinbrüchen von Vestena Novaund in dem Bolcaberge liegen ebenfalls in tertiärem Gesteinmit Fischen, Crustaceen und Pflanzen Vögelreste zusam-men; Faujas * 2 ) gibt von Federn Nachricht, welche vondort herrühren. Auch sollen in einem Braunkohlenwerkbei Kaltennordheim Reste von fossilen Vögeln gefundenworden seyn.

Sämmtliche erwähnte Ablagerungen sind nicht älter alstertiär. Die Vögelreste aus älteren Schichten haben sichbei genauerer Untersuchung nicht als solche bewährt. DieKöpfe und Röhrenknochen aus den Schiefern der Jurafor-mation, von Stonesfield und von Solenhofen und aus demsandigen Gebilde des Waldes von Tilgate gehörten nichtVögeln, sondern Pterodactylen, fliegenden Sauriern, an.So weit bis jetzt Beobachtungen reichen steht es fest, dassVögel erst in tertiären Schichten anfingen zur Ablage-rung zu kommen, dass alle bis jetzt bekannt gewordenefossile Vögel die grösste Aehnlichkeit mit den lebendender Gegend der Fundgrube besitzen, von denen sie wohlspecifisch verschieden seyn konnten, und endlich dass nurder auf den Lächowschen Inseln gefundene Riesen-geyer, wenn er sich bestätigen sollte, eine Ausnahmevom eben Gesagten machen würde. Es lässt sich da-her von den fossilen Vögelarten nicht behaupten, dasssie, wie die fossilen Vierfüsser, Uebergangsformen lieferten

D Cuvier, Ann. du Mus. IX. S. 336. t. 27. 28; XIV. S. 43. t. 65oss. foss. III. S. 306. 328. Vgl. auch Lamanon, Journ. dePhys. Thermidor au VIII.

2 ) Ann. du Mus. III. S. 20. t. 1. f. 1. 2. 3.