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gungen sich auf und ab bewegt, sich von dem Mittelpunkteder Erde erhebt, und bald darauf wieder zu ihm zurückfällt.Es ist in der That ein erhabenes Schauspiel, in einem ganzruhigen windstillen Augenblicke und bey dem heitersten Him-mel das lebhafte Wogen dieser großen Wassermasse zu sehen,dessen Fluthen sich ungestüm gegen die sie umgebenden Ge-stade brechen, und sie wechselweise zu erstürmen und wiederzu verlassen suchen. Daß der Mond sich in einem Monatheum die Erde, daß die Erde sich in einem Jahre um die Son-ne, daß endlich wir selbst uns täglich um die Are der Erdedrehen, das alles fühlen wir nicht, und nur das feinere Au-ge des Geometers und des Astronomen konnte uns diese Be-wegungen, die für den größten Theil der Menschen ganz un-bemerkt hingehen, näher kennen lehren. Aber dieselben Kräf-te, welche jene Bewegungen hervorbringen, sind auch, wiewir bald sehen werden, die Ursache der Erscheinungen, vonwelchen wir in diesem Capitel sprechen, und hier ist es auch,wo die Natur das große Geheimniß der allgemeinen Schwere,welches sie sonst so sorgfältig vor unseren Blicken zu verber-gen scheint, mit großen, unverkennbaren, auch dem unge-bildetsten Wilden verständlichen Charakteren in dem täglichenFallen und Sinken des großen Weltmeeres geoffenbaret hat.Wir wollen von dieser merkwürdigen Erscheinung, die unterdem Nahmen der Ebbe und Fl uth bekannt ist, zuerst dienäheren Umstände und dieGesche aufsuchen, welchen sie unter-worfen ist, und von ihnen dann zu der allgemeinen Ursachedes Phänomens uns erheben.
Seit dem Anfange des achtzehnten Jahrhunderts wardie Ebbe und Fluth ein Gegenstand anhaltender Beobachtun-gen, besonders in dem Hafen von Brest . Auch ist bey Un-tersuchungen dieser Art eine große Reihe durch eine langeZeit fortgesetzter Beobachtungen in der That sehr nothwen»dig, weil sehr viele zufällige Nebenumstände den ruhigen