170 Entstehung der Geschöpfe.
und Ochsen umschliessendem Eise mit einer oft kaum einenhalben Fuss hohen Kruste von Lehm, Sand und Erde über-deckt, auf der eine schöne Vegetation prangt. Höher nochals die Grenze, wo Geschöpfe wirklich noch entstehen,gelangt die willkürliche Erhebung, v. Humboldt sah dasBarometer am Chimborazo bis 13 Zoll 11,3 Linien sinkenund Gay-Lussac athmete bei 12 Z. 1,7 L. eine Viertel-stunde lang. Am höchsten steigt wohl der Cundor oderCondor (Vultur giyphus) der in den Anden, mit ausge-spannten Flügeln gemessen, 14 Fuss Grösse erreicht. SeineRegion fängt mit der Höhe des Aetna an, übersteigt abernicht die höchsten Gipfel der Erde. Humboldt sah ihnauf dem Antisana in einer Höhe über sich schweben, dieer auf 3639 Toisen, wo das Barometer kaum 12 Zoll hochsteht, schätzte. Wahrscheinlich fliegt der noch höher; amCotopaxi sah er ihn nur noch als ein schwarzes Pünkt-chen über sich. Nur kleine Insekten werden durch auf-steigende Luftströme wahrscheinlich noch höher, aber unwill-kürlich, geführt.
Ueber die Entstehung der organischen Lebensformensind viele Ansichten vorhanden, ohne dass einederselben den Schöpfungsact zu erklären im Stande wäre.Der Mensch, selbst Geschöpf, wird als solches nie dieSchranken übersteigen, die ihn vom ewigen Schöpfergetrennt hält. Nicht weniger geheimnissvoll als die ersteErschaffung des Geschöpfes ist dessen Fortpflanzung. Ichmöchte erstere ein unmittelbares, letztere ein mittel-bares Gebären der Erde nennen. Es kann nicht bestrittenwerden, dass die Geschöpfe wenigstens zum Theil ausErde geschaffen sind; sterben sie, so wird zu Erde, wasvon Erde war. Aber mit dem Irdischen« mit der Materie