Band 
Erster Theil.
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cher er von der Schwere der Erde zu dem Mittelpunkte der-selben gezogen wird, woraus folgt, daß die von der Sonneherrührende totale Fluth nahe 23 Zolle beträgt, also auch,daß die von dem Monde verursachte Fluth 23mahl i oder57i Zoll beträgt.

Nach dieser Erklärung der Ebbe und Fluth wird esnun nicht mehr schwer seyn, sich auch von den übrigen obenerwähnten Erscheinungen Rechenschaft zu geben. Wir habengesehen, daß die Orte, für welche der Mond eben culminirt,die höchste Fluth haben, und da dasselbe auch von der Sonnegilt, so wird für denselben Ort die Futh desto höher steigen,je näher der Mond seinen beyden Syzygien, je näher er demNeu- oder Vollmonde ist, weil da beyde Kräfte, die des Mon-des und der Sonne, sich zu demselben Zwecke vereinigen, undbeyde die Gewässer des Oceans nach derselben Seite von demMittelpunkte der Erde zu entfernen suchen. In den Ouadra-turen aber, wo Sonne und Mond um neunzig Grade voneinander entfernt sind, fällt die Ebbe der Sonne mit derFluth des Mondes zusammen, oder beyde wirken einanderentgegen, und stören sich gegenseitig, so. daß also, mit denErfahrungen vollkommen übereinstimmend, die größten Flu-then in die.Syzygien und die kleinsten in die Ouadraturenfallen müssen. Daß endlich die größere Nähe beyder Gestirnedie Fluthen vermehren müsse, ist für sich klar.

Daß die höchste Fluth an jedem Orte nicht in dem Au-genblicke der Culmination des Mondes, sondern etwa dreyStunden später fällt, kömmt offenbar daher, weil das Ab-und Zuströmen des Wassers, wie überhaupt jede Bewegung,eine gewisse Zeit erfordert, um die größte Höhe zu erreichen:die Trägheit des Wassers, die Reibung der Wassertheile aneinander, und selbst die Unebenheiten des Meerbodens setzenjener Bewegung Hindernisse entgegen, die nur allmähligüberwunden werden können. Aus derselben Ursache fällt die