Buch 
Palaeologica zur Geschichte der Erde und ihrer Geschöpfe / von Hermann von Meyer
Seite
239
JPEG-Download
 

Phalangen sich vorfinden; sie sind platt nicht unbedeutend,in verschiedenen Arten von einander abweichend gestaltetund mehr oder weniger gekrümmt. Die Klauen der Fingerwaren merklich stärker, als die der Zehen und unter sich nichtviel verschieden. Pt. longirostris, Pt. brevirostris, Pt. mediusund Pt. macronyx thun dar, dass der Oberschenkel (Femur)kürzer ist, als die Unterschenkelknochen. Wahrscheinlichweichen einige Arten im Verhältniss der Länge des Ober-schenkels zum Unterschenkel ab, jedoch nur gering. DerUnterschenkel besteht unbezweifelt aus zwei Knochen, demSchienbein (Tibia ) und dem Wadenbein (Fibula). Fusswur-^elknochen sind durch Pt. medius und Pt. longirostris nach-gewiesen. Wagler zählt bei letzterem Thier vier, worunterein grösserer ist. Wagler bestätigt die von Cuvier ver-mutheten 5 Zehen. Die Mittelfussknochen sind kürzer alsdie Mittelhandknochen. Der Fuss ist eigentlich nur durchPt. longirostris etwas genauer bekannt, und wäre ihm zufolgeden Lacerten ähnlich. Die Klauen der Füsse waren kleiner,als die der Hände. Von einer Kniescheibe oder einemSchienbeinfortsatze hat sich noch nichts gefunden. DerSchwanz ist klein und dem eines Säugethieres ähnlich; vonSömmerring ward durch ihn in seiner Ansicht von derSäugethiernatur bestärkt. Die verschiedenen Arten folgensich von der grössten zur kleinsten in folgender Reihe;Pt. grandis, Pt. macronyx, Pt. crassirostris, Pt. medius,Pt. longirostris und Pt. brevirostris. Bei der Aehnlichkeiteiniger Beckentheile dieses Thieres mit denen in den Mono-tremen macht Goldfuss eine Bemerkung, die ich nicht ver-gessen darf:Es wäre nicht zu verwundern, sagt er,wenn sich bei unserer Gattung auch Beutelknochen nochvorfänden, und in der That ist bei dem Pt. crassirostris einkleines zungenförmiges, wahrscheinlich zum Becken ge-höriges Knochenstück (/3) vorhanden.

Die Hautbedeckung dieser Thiere ist auf der Ver-