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Palaeologica zur Geschichte der Erde und ihrer Geschöpfe / von Hermann von Meyer
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Formation.

meinen Verhältnissen entstandene Gebilde, so wie Gebildeverschiedener Natur, wenn sie mit einander wechseln odersich vertreten, sind gleicher Formation. Aus sämmtlichengeologischen Untersuchungen lässt sich, wie es geschehen,ein Schema nach der Altersfolge der verschiedenen Gesteine^deren eins oder mehrere eine Formation bilden, errichten*Man hat diese Reihe verschiedentlich in Zeiten oder Gebieteund Gruppen zu gliedern versucht, was aber eben so wenigscharf geschehen kann, als die Unterscheidung selbstständigerFormationen. Denn die geologischen Zeiten, Gebiete,Gruppen, Formationen und Gebilde gehen, Avenn man sieunter ihren verschiedenen Gestalten auf der Erde betrachtet,sämmtlich in einander über; ihre Begrenzung kann als eineUnterbrechung, oder als ein Aufhören der Gesteinsbildungbetrachtet werden. Die Schwankungen, die Uebergänge,die eigenthümliche Ausbildung und der Wechsel einerFormation besitzen Gesetzmässigkeit und hängen, wenigstenstheihveise, mit den Revolutionen der Erdrinde zusammen, mitden nicht mehr alle zu berechnenden Niveauveränderungender Erdrinde, mit der Erhebung von Bergen und demEinsinken von Land. Die ruhige Gesteinsbildung warddabei unterbrochen, und von einer gewaltsamen, Gebirgsschuttund Trümmerwerk zusammenführenden, vertreten, StellenLandes wurden unter das Meer versenkt, das seine Absätzeüber sie her verbreitete, andere Stellen der Erdrinde wurdenaus dem Meere gehoben und der Bedeckung von Süsswasser-und Landbildungen ausgesetzt, noch andere aber in einesolche Lage gebracht, dass sich auf ihnen eine Zeitlangkein Gebilde absetzte. Keine dieser Niveau Veränderungenaber scheint allgemein gew r esen zu seyn; sie waren mehroder weniger local. Während in einer Gegend die Gesteins-bildung unterbrochen und verändert ward, dauerte sie aneiner andern ungestört fort, selbst die gleichzeitigen Unter-brechungen und Veränderungen waren an verschiedenen