Band 
Erster Theil.
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derungen unterworfen ist. Da alle diese drey Ursachen sichauf die anziehenden Kräfte der Sonne und des Mondes zu-rückfuhren lassen, so werden ihre Wirkungen sich ganz nachderselben Theorie bestimmen lassen, welche man auf die Mee-resfluthen angewendet hat, doch ist hier eine große Anzahlguter Beobachtungen noch nothwendiger, um eine so kleineAenderung des Barometers unter der viel größeren zuerken-nen, welche der sehr veränderliche Druck der Luft und andereäußere Einwirkungen im Laufe eines jeden Tages hervorzu-bringen pflegen.

Aus den Beobachtungen, welche man zu diesem Zweckeauf der Sternwarte in Paris seit mehrern Jahren angestellthat, folgt, daß die größte tägliche Barometerhöhe gegenneun Uhr des Morgens, und die kleinste um drey Uhr desAbends statt hat, und daß der Unterschied beyder 0,333 Par.Linien beträgt. Man erkennt in dem Resultate dieser Beob-achtungen deutlich die Wirkung des Mondes, aber die vielgeringere der Sonne ist völlig unmcrklich.

Wenn der Mond, wie wir gesehen haben, die vorzüg-lichste Ursache der Ebbe und Fluth des Meeres sowohl alsder Atmosphäre ist, so scheint die in der That beynahe -all-gemein verbreitete Meinung, ihn auch als die Hauptursacheunserer Witterung und der in ihr vorgehenden Veränderun-gen anzusehen, so natürlich, daß es erlaubt seyn wird, die-sen Gegenstand hier etwas naher zu betrachten.

Die Ebbe und Fluth, welche der Mond in unserer At-mosphäre hervorbringt, hat so wie jene des Meeres nur aufder Oberfläche, nicht überaus dem Grunde derselben statt.Wir, die wir die Oberfläche des Meeres vor uns sehen, müs-sen daher die Veränderung desselben sehr deutlich bemerken,während wir sie, wenn wir den Grund des Oceans bewohn-ten, wahrscheinlich eben sowenig fühlen würden, als die Fischeund die übrigen Seethiere, also auch eben so wenig als wir

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