440
Volhynisch-Podolisches Plateau.
netzkische Kluft). Bisweilen ist ihm meerischer Kalk innigverbunden, oder er ist ein Gemenge von Süsswasser- undMeerconchilienkalk (Teofipol), oder es gibt meerischeSchichten, denen Süsswasserconchilien beigemengt sind(jenseits Trybuchowze am rechten Bugufer), oder es gehtein Land- und Süsswasserkalk nach unten in Meerconchi-lienkalk über (Stavnitza); er ist bald von meerischem Kalküberdeckt, bald überdeckt er ihn oder ist ihm eingelagert(Schlucht des Schypilowaberges), die meerischen Absätzeunter, zwischen und über ihm enthalten dieselben Conchi-lien. Die Süsswasserformation besteht auch in blättrigemThonmergel (Grodno ). Braunkohle kommt entweder immeerischen Sande vor (Kremenez), oder als ein mehrereFuss mächtiges Lager in einer Lehmschichte, auf der dermeerische Sand ruht (Schlucht des Schypilowaberges, KluftShabäk), und in der Braunkohle sieht man oft Abdrückevon Cerithien; sie wechselt auch mehrmal mit Cerithien-haltigem Lehm (Koshubowaberg). Die wirklich versteiner-ten und in Hornstein gekehrten Stämme dicotyledonischenHolzes scheinen auch unter meerischem Kalke zu liegen(Kluft zwischen Kulitschowka und Dembowitza, Kluftbei Mohilew). Die neueste Formation des Volhyniseh-Podolischen Plateaus, die für quaternär angesehen wird,ist der Serpuliten- und grobe Meerkalk, der namentlichbei Makow deutlich entwickelt ist. Diese Formation scheintauch ihren Süsswasserkalk zu besitzen, wozu der nach Cherson hinliegende gerechnet werden könnte, der sich von dem inVolhynien und Podolien etwas unterscheidet. Diese qua-ternäre Meerformation steht an der Nordküste des schwar-zen Meeres und an der Ost- und Westküste des CaspischenMeeres überall an, sie ist eine Küstenlandbildung, die sichvon der jetzt mehr im Innern des Landes liegenden nochfrüheren Küstenlandbildung unterscheidet. So wie die mehrim Innern liegende tertiäre Bildung bisweilen an die Kreide-