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Palaeologica zur Geschichte der Erde und ihrer Geschöpfe / von Hermann von Meyer
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Knochenhöhlen.

seyn, als die damit untermengten Thierreste. In bereitserfüllten Höhlen konnten aber später noch Wasserbedeckun-gen sich ereignet haben. Die gewaltsame Zertrümme-rung der Knochen ging besser vor sich, wenn diese zuvoran der Luft mürbe geworden; auch der Umstand, dass durchNecrose abgeworfene Geweihe von Hirschen in den Eng-lischen Höhlen, sogar in der Kirkdaler Höhle, liegen, magbeweisen, dass Thierreste ausserhalb der Höhlen lagen undin dieselben hineingeschwemmt wurden. In einigen Höhlenwerden auch wirklich Thiere sich geflüchtet oder gelebthaben, deren Reste man darin findet, und selbst Raubthieredürften darin Knochenreste angehäuft haben, die durchEinfüllung von aussen noch vermehrt wurden. In verschie-denen nahe liegenden Höhlen kann die Knochenzahl in ganzderselben Anschwemmung sehr ungleich seyn und bisweilenselbst von verschiedenen Thicren herrühren; die Lage undBeschaffenheit kommt hierbei gewiss in Betracht. Es gibtHöhlen, in denen die angeschwemmten Gebilde noch geradeso in Massen aufgehäuft sind, wie sie durch Oeffnungenoder Spalten in dieselben gelangten; andere dagegen, woder Höhlenboden, vielleicht durch Mitwirkung von Wasser,gleichförmiger überdeckt ist. Die Stalagmiten sind späterentstanden; sie überdecken die Anschwemmungen und ziehensich in deren Zellen hinein. Nur in der Kirkdaler Höhleist eine Stelle, wo man glauben sollte, dass Stalagmiten-bildung vorhanden war, ehe das Diluvium eingeführt ward.Die scharfkantigen Gesteinsstücke und die Thierreste überder Stalagmitenkruste sind später, erstere gewöhnlich vomDeckengewölbe herunter gefallen; während die unter derStalagmitenkruste liegenden von aussen hineingeführt wurden.Je tiefer man in der Höhle steigt, um so reicher ist siegewöhnlich an Knochen. Es ist erstaunlich, in welcherMenge oft Knochen der verschiedensten Thiere und jedenAlters darin angehäuft liegen. Die Knochen sind gewöhn-