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den werden; und da sie, selbst wenn sie in der Mitte derSonnenfcheibe sind, oft groß und breit erscheinen, bey ihrerAnnäherung an den Rand aber sich immer enger zusammen-ziehen, so müssen sie nach den Gesetzen der Perspective derOberfläche der Sonne selbst angehören, mit welcher sie aufirgend eine Art fest verbunden sind, und die oben bemerkteBewegung derselben kann daher nur von einer eigenen Be-wegung der Sonne selbst, von einer Rotation der Sonnekommen, die für ein Auge in dem Mittelpunkte derselbenvon West nach Ost vor sich geht, eine Richtung, die den Re-volutionen und Rotationen aller Planeten und Satellitenunsers Systemes gemeinschaftlich ist.
Die Ehre der ersten Entdeckung dieser Sonnenflccken,die bald nach der Erfindung der Fernrohre statthatte, scheintdem Engländer Harriot zu gebühren, in dessenManuscriptenman eine Beobachtung derselben vom 6. December 1610fand. Der berühmte Arzt Averroes von Cordova, der im12. Jahrhunderte lebte, hat wohl den ersten großen Fleckenmit freyen Augen gesehen, den er mit Unrecht für den Mer kur hielt. Im März 1611 entdeckte sie Scheinet in Jngol-stadt, und Galilei sah sie zuerst in Rom den 10. April1612. Erst in dem Jahre 1630 erschien das Werk Schei-ners über diesen Gegenstand unter dem Titel Rosa ursi-na. Er hielt sich für den ersten, der die Sonnenflecken ge-sehen hat, und erzählt, daß er die Resultate seiner Beobach-tungen seinem Vorsteher mitgetheilt, dieser aber ihm daraufgeantwortet habe: „Dieser Sache wird von keinem alten„Philosophen erwähnt: ich habe meinen Aristoteles mehr als„einmahl vom Anfange bis zu Ende durchgelesen, aber nichts„dem Aehnliches gefunden. Also halten Sie diese Abfurdi-„täten lieber zurück und geben Sie sich nicht öffentlich bloß,„sondern seyen Sie vielmehr überzeugt, daß es bloß ein„Fehler Ihres Auges oder Ihres Fernglases ist, welches