Band 
Zweyter Theil.
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ausströmende Materie ist, hat man unter anderen Einwürfenentgegengesetzt: daß die Sonne durch das immerwährendeAusströmen des Lichtes endlich an Masse verlieren, und anGröße abnehmen müßte, was von den Beobachtungen nichtbestätiget werden soll. Allein die Natur hat vielleicht unzäh-lige Mittel, jenen Verlust, wenn er in der That statt hat,wieder zu ersetzen: das Zurückwerfen des Lichtes von denPlaneten, die Annäherung der Kometen, deren viele bloßvon Lichtstoff gewebt zu seyn scheinen; vielleicht selbst dieunmittelbare Vereinigung mancher derselben mit der Sonne;das Licht der unzähligen andern Fixsterne, so daß unter denKörpern des Himmels nicht sowohl der Gewinn und Verlustdes einzelnen, als vielmehr der gegenseitige Austausch allerzu betrachten ist. Uebrigens müßte jene Abnahme des Son-nendurchmessers sehr bedeutend seyn, um unseren Beobach-tungen noch merklich zu werden. Wenn der wahre Durch-messer in der Folge von Jahrhunderten um 2276000 Fußabnähme, so würde dieses in dem scheinbaren Durchmesser derSonne noch nicht eine Verminderung von einer Secunde her-vorbringen, und wenn dieser Durchmesser selbst täglich umeinen Fuß abnähme, so würden volle 12000 Jahre nöthigseyn , eine Verminderung von zwey Secunden in dem schein-baren Durchmesser zu erzeugen, und beynahe eben so großist noch die Ungewißheit unserer Kenntniß der wahren Größeder Sonne, selbst nach den neuesten Beobachtungen. Dem-ungeachtet muß man wieder gestehen, daß jene Ausströmungdes Sonnenlichtes mit der Zeit sehr bedeutend werden muß;selbst wenn man annimmt, daß die einzelnen Elemente einesjeden Sonnenstrahles vielleicht durch tausende von Meilen voneinander entfernt sind, da das Sonnenlicht über 300000 mahlstärker, als das des Vollmondes, und nahe 800 Millionen-mahl stärker als das des Sirius ist, und wenn man die Massedes Lichtes, welches sich in den leeren Raum ergießt, mit