36
Um zu sehen, wie genau man auf diese Art den Werthvon x' findet, hat man allgemein
x' = ---
i —T
Nimmt man an, daß die beobachtete Dauer i' um elf'fehlerhaft ist, so ist der daraus entspringende Fehler dir'der Große x'
x. dt'
oder in unserem Beyspiele10 du
dx' = -- = 0.0162 dt',
616
so daß also ein Fehler von 6 vollen Zeitsecunden in der Be-obachtung erst einen Fehler von 0.1 einer Raumsecunde indem gesuchten Werthe vonx' hervorbringt. Die Ursache die-ses für die Bestimmung von x' so Vortheilhaften Umstandesist die äußerst langsame Bewegung der geocentrischenLänge der Venus, wegen welcher die Dauer der Durchgängesowohl, als die Zeiten der Ein-und Austritte für die ver-schiedenen Beobachter auf der Oberfläche der Erde, durch diebeträchtliche Differenz der Parallaxen beyder Gestirne, so starkverschieden ausfällt, und daher der Nenner der Großexdt'
-—— so beträchtlich wird, daß selbst ein bedeutender Feh-ler in t' nur einen sehr kleinen in x' hervorbringen kann.
Kennt man durch eine vorläufige Berechnung die Zei-ten , wenn der Ort 6 den ersten Eintritt und a den letzten -jA ustritt gesehen hat, und ist auch die Lage dieser beydenOrte auf der Oberfläche der Erde bekannt, so lassen sich dieErscheinungen eines solchen Durchganges für alle Orte derErde sehr leicht mit Hülfe eines Globus erklären. Wir wollenals Beyspiel den Durchgang von dem 3ten Jänner 1769