Band 
Zweyter Theil.
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timn an den Gestaden seit Jahrhunderten angestellt hat,(Kants phys. Geogr. VI. Theil. Seite 129 - 169) überein-stimmen. Die Folge dieser immer fortgehenden Abnahme,wenn sie gegründet ist, würde endlich eine völlige Austrock-nung der Erde seyn, auf der weder Thiere noch Pflanzenmehr leben'könnten. Die Fernröhre zeigen uns, daß dieserZustand bereits auf der Oberfläche unseres Begleiters, aufdem Monde eingetreten zu seyn scheint.

Die Liefe des Meeres ist wohl an verschiedenen Ortenebenfalls sehr verschieden; die größte Tiefe, die man kennt,maß Eapitain Philipps auf seiner Reise nach dem Nordpol ,der bey einer Tiefe von 4680 Fuß mit dem Senkbley nochkeinen Grund fand.

Der Boden des Meeres ist, gleich dem des Festlandes,mit Bergen und Thälern, und vielleicht selbst mit Ouellenund Strömen süßen Wassers bedeckt, und die größte Tiefejener Thäler unter dem Meeresspiegel ist wahrscheinlich derHöhe der Berge des Festlandes über demselben Spiegel nahegleich. Wenn demnach die Tiefe des Meeres auch nur einehalbe geographische Meile im Mittel betrüge, so würde dieganze Masse des Meerwasscrs über drey Millionen Kubik-meilen enthalten.

Das Mecrwafser unterscheidet sich durch seinen salzi-gen und ekelhaft bitteren Geschmack von dem Wasser derOuellen und Flüsse, daher es in seinem natürlichen Zustandeungenießbar ist, und auf der See mehr Menschen, als aufdem Fcstlande vor Durst sterben. Die festen chemischen Be-standtheile des Seewassers sind Koch- Bitter- und Glaubersalz,Gvps und salzsaure Kalkerde. In Mittel erhält es den Z2stenTheil Salz, so daß ein Pfund Meerwasser ein Loth Salz hat,doch nimmt mit der Tiefe die Salzigkeit des Meeres zu. Obdieser Geschmack von den großen Salzbänken kommt, überdie das Meer streicht, und die es nach und nach auflöst; von