316
Geometrie aus den Beobachtungen, wie aus einer reichenFundgrube, die wichtigsten Elemente der Astronomie zu ziehen,die ohne Hülfe der Analysis ewig in ihr verborgen gebliebenwaren. So wurden die Massen und Dichtigkeiten der Sonneso wie die der Planeten und Satelliten durch die Revolutio-nen dieser verschiedenen Körper und durch die genaue Ent-wickelung ihrer periodischen und säculären Störungen be-stimmt ; die Geschwindigkeit des Lichtes und die AbplattungJupiters wurde durch die Finsternisse seiner Satelliten gege-ben ; die Rotation des Uranus , des Saturns und seines Rin-ges, und die Abplattung dieser beyden Planeten wurde nur durchdie gegenseitigen Lagen ihrer Satellitenbahnen erkannt; dieParallaxe der Sonne und des Mondes, die Abplattung derErde und selbst die Veränderungen der Excentricität der Erd-bahn wurde durch die Störungen des Mondes sicherer alsdurch dirccte Beobachtungen bestimmt, da sich alle diese unmit-telbar beynaheunmerkbaren Elemente in dem Monde gleichsamwie in einem Hohlspiegel vergrößert zeigen; und endlich wurdeder Mond, welcher der Erde zur Beleuchtung ihrer Nächtezugegeben scheint, zugleich der sicherste Führer des Schiffersauf unbekannten Meeren gegen die ihn von allen Seiten dro-henden Gefahren. Diese erhabenen Theorien vereinigen da-her alles in sich, was einer Entdeckung Werth geben kann:Die Größe und den Nutzen des Gegenstandes, den Reichthumihrer Resultate, und das lohnende Verdienst großer und glück-lich besiegter Hindernisse.
Wenn indessen, um wieder zu unserem Gegenstände zu-rückzukehren , die wundervolle Harmonie des Weltgebäudes,welche wir in dem Vorhergehenden kennen gelernt haben,uns über die längere Dauer desselben vollkommen beruhigenkann, und wenn, wie wir gesehen haben, wenigstens das In-