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Astronomische Abhandlungen / herausgegeben von H. C. Schumacher
Entstehung
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43
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mit Versuchen zur Besläligiing derselben. 43

welcher 447° Durchmesser halte, breit war, und an seinerinneren Begrenzung röthlich schien. Der Raum im linierenschien dem Hofe, zunächst dunkel, und sah einer runden dun-kelen Wolke ähnlich, die nur in der Mitte hell war. AndereWolken, welche niederer zu liegen schienen, deckten abwech-selnd Tlieile des Hofes. . Den 20 sten desselben Monats um7 Uhr Abends sah man einen w r eifsen Hof um die Sonne vonderselben Art und Gröfse wie am i7 ten . Auch bey diésem warder innere Rand röthlich, und der Raum im Inneren nur in derMitte hell. Von Aufsen war der Ring weniger begränzt. Hori-zontal mit der Sonne lagen in dem Hofe zu beiden SeitenNebensonnen. Die nördliche war röthlich, hatte einen olingefähr4 0 langen horizontalen Schweif, der sich in eine andere vielschwächere Nebensonne zu endigen schien. Die südliche Neben-sonne war viel schwächer als die nördliche *).

Eines der vollständigsten Phänomene von Nebenmondcnbeobachtete C. Colb den 24 sten Jänner 1684 in Leipzig , welchesauch zu Halle, Erfurt und Breslau soll betvuudert worden seyn.Um 8 Uhr Abends, wo der Himmel zwar von Wolken frey,doch überall mit Dünsten erfüllt war, sah man den Mond ineinem helhveifsen Kreuze stehen. Die horizontalen Schenkel des-selben dehntfen sich allmählich weiter aus, und bildeten um,11 Uhr einen vollständigen Kreis, der immer mit dem Horizonteparallel blieb, doch nicht überall gleiche Breite hatte. DenMond umgab ein weifslicher Kreis von 45 0 Durchmesser. Da wodieser deu horizontalen Kreis durchschnitt, waren lebhaft farbigeNebenmoude, unvollkommen und nicht rund, so dafs man siefür Theile eines Regenbogens mit lebhaften Farben hätte haltensollen, die sich gegen die oberen und unteren Theile des KreisesenzogCn. Den Riug von 45° umgab noch ein zw eiter schwächerer,welcher 22^- 0 von ersteren abstaud, also 90° Durchmesser hatteund nur von wenigen bemerkt wurde. An dem oberen Ende

) Mémoires de lAcad. roy. T. X. p. 41t.

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