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Astronomische Abhandlungen / herausgegeben von H. C. Schumacher
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91
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mit Versuchen zur Bestäligung derselben.

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auf die zweyte Schichte fallende Licht ist, uud da dieses WeifseSegment in der Mitte am hellsten ist, d. i. hier sich scheinbardie wahre Sonne befindet, so kann unter vorlheilhafteu Um-ständen sich an dem oberen Ende des Hofes eine Art Neben-sonne befinden, d. i. an dem Orte, wo der erhabene Bogen denHof berührt, wie es schon einige Mal beobachtet wurde.

Weil man sich hier immer in eine hohle Kugel versetztdenken mtifs, in welcher Kreise, Kreissegmente u. s. w. in ver-schiedenen Richtungen liegen, diese aber durch eine Zeichnungsehr schwer verständlich darzustellen sind, so kann man einengrofsen Thcil des hier beschriebenen Weges des Lichtes nurdenkend verfolgen.

Da die Schichte, in welcher die Krystalle liegen, mehroder weniger dick, die Krystalle mehr oder weuiger zahlreich,und in dieser Beziehung selbst die verschiedenen Stellen derSchichte verschieden seyn können u. s. w- ; so kann man leichtschliefsen, dafs diese Phänomene einer grofsen Mannigfaltigkeitfähig sind, dafs demnach die Umstände für das eine Phänomenvortheilhafter als für das andere seyn können u. s. w. Würdendie Axen der Krystalle manchmal eine bestimmte regelmäßigeLage haben, oder einer solchen sich nähern, so könnte auchdadurch ein oder das andere Phänomen mehr ausgebildet seyn.

Befänden sich die Krystalle hlos in einer höheren kaltenSchichte der Luft, indefs in einer anderen weniger hohenwärmeren Schichte Dunstkügelchen waren ; so könnte der leuch-tende Körper auch noch von einem Hofe kleiner Art umgebenseyn. Wenn ein Hof grofser Art sich gebildet hat, so erkenntman zw r ar, selbst bey grofser Aufmerksamkeit, sehr selten auchHöfe kleiner Art; allein sie wurden dennoch schon beobachtet,z. B. von Newton.

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