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Die eiserne Hand des tapfern deutschen Ritters Götz von Berlichingen : wie selbige noch bei seiner Familie in Franken aufbewahrt wird, sowohl von Aussen als von Innen dargestellt : nebst der Erklärung ihres für jene Zeiten von fast dreihundert Jahren sehr merkwürdigen Mechanismus : ferner einer kurzen Lebensgeschichte des Ritters besonders in Bezug auf die Hand : und endlich der Denkschrift, die bei der Hand verwahrt wird, theils in Versen theils in Prosa zu Ehren der Hand von den besten Dichtern verfasset... / von Christian von Mechel...
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fiel unglücklich aus. Er und Hans von Wald wurden gefangen und so nach Boxberg beschieden. Sie erschienen allda und wurden wegen ihrer offnen Geradheit ohne Lösegeldentlassen, ja ihr Gegner, der Götzen lieb gewann, errichtete mit ihm eine enge Freundschaft,die ihm in der Folge sehr nützlich ward.

Das Jahr 1507. vergieng auch wieder in nicht gar glücklichem Streit, aber bedeutenderwar die Fehde, welche Götz im Jahre iöog. mit der damals sehr ansehnlichen und wohl-geachteten Reichsstadt Cölln bekam, die über einer elenden Ursache herkam. Ein Schnei-dermeister aus Stuttgardt hatte zu Cölln im Zielschiefsen das beste Loos von ioo Guldengewonnen, allein rn'an entzog es ihm durch schlaue Ränke, und liefs ihn mit leerer Handnach Hause gehen. Jedermann mifsbilligte dies Betragen und der Hof in Stuttgard versprachdem Schneidermeister Schutz und Götz wurde nebst seinem Schwäher von Saxenheimauch dazu aufgefordert. Sie fanden sich mit nöthiger Mannschaft ein, allein der Streit wardaber so geschwind nicht geendet. Endlich aber erhielt der Ritter Ersatz und Genugthuung.

Götz hatte nun sechszehn Tage lang auf einem mühevollen Zug der Ruhe auch desNachts nicht genossen, als er im Vorbeistreifen ein Thiingensches Schlofs unfern des Mainserreichte, willens, sich auszuruhen. Er kam aber wie gerufen, denn Götz mit der eisernenHand und seinem Muth war überall willkommen. Das Schlofs lag voll wehrhafter Ritterund Knechte und Götz entsagte dem so nöthigen Schlaf, um seinen Freund den vonThüngen gegen den Bischoff von Bamberg zu unterstützen. Um Mitternacht brach derZug auf und es gieng über den Main , wo Schiffe und Wagen genommen wurden und .einVermittelungstag der Cöllner Fehde auch nach Frankfurt ausgeschrieben wurde, der beedenFehden ein glückliches Ende machte.

Noch in diesem Jahre 1509. starb die Mutter Götze n's zu Jaxthausen, die geschätztund geliebt und von allen betrauert wurde.

Eine glückliche und bald geendigte Fehde beschäftigte den unermüdeten auf einerandern Seite. Die Familie Waldström er zu Nürnberg hinterhielten seinem Freunde,dem Herrn Philipp vonSeybolt, unrechtmäfsiger Weise ein Erbgut. Es war genug,sie zu befehden. Der Familie lag an, dafs der Streit nicht lange dauern möchte, und derMarggraf von Anspach glich die Parthien aus und machte Friede.

Im Jahr i5ii. wohnte Götz, nebst seinem Freunde, Franz von Sickingen zuHeidelberg , dem feierlichen Beilager des Pfalzgrafen Ludwigs mit der Schwester desHerzogs Wilhelms von Baiern bei, nebst unzähligem Adel. Dies war für beede eineseltene Ruhezeit.

Allein im Jahr i5i2. giengen die Fehden aufs neue mit der Stadt Nürnberg an unddas aus sehr gegründeten Ursachen. Junker Georg von Geislingen, der in keinem Streitgegen sie lebte, wurde auf der Jagd überfallen und verrätherisch ermordet. Seine Ver-wandschaft klagte laut über diese Unthat und der ganze Adelstand fand sich dadurchbeleidiget. Götz glaubte seinem so unschuldig ermordeten Freunde eine Blutrache schuldigzu seyn, er bot vorher gütliche Mittel durch den Marggraf Friedrich von Brandenburg an.Allein umsonst, man wollte von nichts hören und die Mörder blieben ungestraft, ja dazuwurde noch ein Jugendfreund Götze ns, der mit ihm als Knappe ehemals zu Anspach war,Fritz von Littwach, gefangen genommen. Er forderte auch dessen Befreiung; aberwieder umsonst. Nun griff er zur Selbsthülfe und schickte einen Fehdebrief nach Nürn-berg , und um einem falschen Lichte zu begegnen, versandte er rundum an viele Reichsständeund Städte Schreiben, um die Ursache der Befehdung darzustellen und das Recht war allerOrtenauf seiner Seite. Der Krieg selbst gieng nun mit abwechselndem Glück an und zwar mit seinemFreunde von Selbitz , genannt mit dem hölzernen Bein und die Spuren der Verwüstungliefsen sich bald häufig sehen. Da erhob sich lautes Geschrei und Wehklagen bis zum ThroneKaiser Maximilians und beede Theile wurden gehört. Aber endlich wurde im Jahr i5i3ein Vereinigungstag nach Elffenheim in Franken angesetzt, aber die Bundeshülfe nahetesich nicht. Es war daher dem Kaiser ein Leichtes, Vergleichs Vorschläge zu thun und derFriede kam zu Würzburg im Jahr i5l4* zu Stande, mit Vergessenheit aller Beleidigungen.

Allein welche kurze Freude! Ein neuer Unruhestifter, ein gewisser Conrad vonBeutelbach, sonst der Geis-Peter genannt, predigte im Würtembergischen Aufruhrund bei viertausend rüstige Landleute sammelten sich um ihn. Dies war der erste leidigeAnfang des Bauern-Krieges, der aber nachher auf eine fürchterliche Weise ausbrach.

Im Jahre i5i5- gieng es sehr zügellos zu und für Götzen gegen Mainz nicht so rühmlich,wie es mit einem folgsamen Heere gewesen wäre. Allein im Jahr i5i6. wurde wieder einschwäbischer Bundestag ausgeschrieben, aber keine Ruhe war zu finden und die Unordnungward immer gröfser, ünd das unglücklichste von allem war, dafs der leidige Bauern-Kriegimmer schrecklicher wurde, ungeachtet Kaiser und Fürsten sich dagegen setzten, auch Luther ebenfalls kraftvolle Predigten dagegen that und Götzen ganz auf seiner Seite hatte, der sich

übrigens