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Allgemeine Grundsätze der Bleichkunst : oder theoretische und praktische Anleitung zum Bleichen des Flachses, der Baumwolle, Wolle und Seide, so wie der aus ihnen gesponnenen Garne, und gewebten oder gewürkten Zeuge; nach den neuesten Erfahrungen der Physik, Chemie und Technologie / bearbeitet von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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247
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r- 559.

So vorbereitet bleibt nun die keinwand kaumeine halbe Stunde lang in der Beuchlauge liegdn,worauf die Lauge mittelst dem an dem Büttig an-gebrachten Hahn in den Wärm - und Beuchkesselwieder abgelassen, auf gz Grad Reaum. erwärmt,und so aufs neue auf die in der Bütte geschichtetekeinwand gegossen wird. Diese Arbeit wird miteben derselben Leinwand und Lauge nun noch sechsbis siebenmal hinter einander wiederholt, nur mitder Vorsicht, daß die abgezogene Lauge vor demWidcraufgießen allemal um einige Grade höher er-hitzt, und vor dem sechsten und siebenten Ausguß,sogar ins völlige Kochen gesetzt werden muß. Nachdiesem letzter» Aufguß, bleibt die Leinwand z bis 4Stunden in der Lauge liegen, worauf sie abgelas-sen, und zu einem andern Behuf angewendet wird.

Zweyte Operation.

Z. Z6o.

Die so zubereitete Leinwand wird nun, atzbesten am frühen Morgen, auf den Bleichplan ge-bracht, mittelst den daran befindlichen Bändern aufder mit Rasen bewachsenen Erde angepflockt, undsechs Stunden lang so oft mit Wasser begossen,daß sie nie völlig trocken werden kann. Nach die-ser Zeit wird sie aber nicht eher begossen, als bisHch hin und wieder trockne Flecken darauf zu er-