2^6
gleichen Beuche unterworfen, wie vorher beschrie-ben worden, und diese Operation überhaupt, nemlichdas Beuchen und Auslegen auf den Bleichplansieben bis achtmal, wenn es erforderlich ist, auchwohl zehn- bis zwölfmal wiederholt; wobey es einHaupterforderniß ist, die Leinwand bevor sie aufsneue in die Beuchiauge kommt, allemal zu sortiren,damit nur diejenigen Stücke zusammen bleiben,welche eine gleichförmige Beuche erhalten haben,die denn in der Beuchvütte allemal die untersteLage erhalten. Der zureichende Grund von jenerUngleichfbrmigkeit, liegt theils in der Ungleichheitder Röste, welche der Flachs ausgestanden hat,theils aber auch in dem Flachse selbst.
§. 395 .
Bevor die Leinwand, eine neue Beuche be-kommt, wird sie vorher ausgeklopft, und wenn siefrey von Flecken ist, geseift. Nach der ersten Ein-seifung, nennt man das Produkt Gelb-Linnen, undsie kommt nun in die saure Milch (Waddige), worinsie nach Verhältniß der Temperatur der Atmosphä-re 14 Tage bis z Wochen, auch wohl noch längerbleibt. Von hier kommt sie nun zum letztenmalauf den Bleichplan, wo sie zwey bis drey Tageliegen bleibt; worauf sie gewaschen und getrocknetwird.
§. 396 .
Sind alle diese Operationen gut gerathen, sobesitzt die Leinwand sämmtlich einen Silberfadenr