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ZWEITE ABTHEILUNG .
Am Nordrande Hocliasiens jenseits des Irtiscli liegt, nachden Aeusscrnngen der Kirgiesen östlich , vom Sawrahergein Feuerberg, der beständig raucht (i).
Kircher führt Martin Martinus an , um die Existenzmehrerer Feuerberge in China und Tibet zu beweisen ( 2 ).
Reineys führt den Rschoesin der asiatischen Tartareian. Cordier nennt , wie bereits oben bemerkt wurde ,den Tourfan und den Wrissenberg , in Persien , welchebeständig tliäfig seyn sollen (3).
Die Feuerberge bilden entweder isolirte Berge (Teneriffa),Gruppen (Aetna) oder Gebirgszüge (Feuerberge der Cor-dilleren), auch findet man sie in Seen (Nicaragua, Bromo),und Flüssen (Cocksfluss) u. auf hohen Gebirgsebeuen (Quito).
Die gewöhnliche Form der Feuerberge ist die Kegel-form , aber man findet auch Feuerschlünde auf langge-dehnten zackigen Gebirgsrücken , und zwar nicht immerin der Mitte ihrer mauerartigcn Gipfel, sondern amEnde gegen den Abfall hin. (Pichincha , Feuerberge derSteppen von Los Pastös).
Europa, Asien und Afrika enthalten wenige, Amerikaeine grosse Anzahl von colossalen Feuerbergen auf demFestlande.
In Australien haben Cock und Andere einige Feuer-berge entdeckt.
Umgebungen.
Gewöhnlich sind Feuerberge und Eruptionscratere vonTrachyt (Feuerberge von Quito , die Puys in der Auver-gne), oder Basaltbergen (Aetna, Vesuv , Ilecla, Jorullo)umgeben , auch findet man sie zuweilen mitten in basalti-
(1) Ritter a. a. O. p. 485 .
(2) Kircher Lib. IV. secl. I. c. VI.
( 3 ) v. Leonhard Taschenb. 1821 p. 909.