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Werden und Seyn des vulkanischen Gebirges / empirisch dargestellt von W.H.C.R.A. von Ungern-Sternberg
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131
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DRITTE ABTHEILUNG.

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Herr Beudant gibt folgende Beschreibung des ungari-schen Doniits :

Erdiger , löcberichter Teig von heller Farbe , seltenCrystalle von glasigem Feldspath , häufig Crystalle vonschwarzem Glimmer. Er ist weiss , oft ins Graue fallend,man findet zuweilen Quarzkörner in ihm.

Der erdige Teig gellt zuweilen in das Dichte über,aber er ist beständig matt und von heller Farbe , diezuweilen in das Röthliclie fällt.

Eine Abänderung des Doniits ist der Trachyt vomPny-de-Sarcouv , er ist schwammig , leicht, mürbe undweich , hat eine besondere Einsaugungskraft , weshalb dieAlten ihn zu Sarcophagen benutzten. Auf der Westseitedes Puy-de-Savcouy findet man in dieser Felsart zweiSchichten , welche eine schwefelgelbe Farbe annehmen undeinen salpetersauren Geruch verbreiten , wenn sie geriebenwerden.

Herr v. Buch bemerkt , dass durch salpetersaure Dämpfejedem Domit diese Farbe mitgetheilt werden kann.

Der Domit bildet in der Auvergne den Puy-de-Dome

477 M.) , den Mont-Dor (1888 M.) und den Puy-de - Sarcouy. ITAuhuisson ( i ) und andere haben ihn amCantal bemerkt, Spallanzani, Fortis u.a. in den euganäischenGebirgen (2), Brocohi u. a. bei To!fa( 3 ). Nach Beudant (4)findet man ihn selten in Ungarn , wo er nur bei Nogradvorkommt , und einen eigenen Hügel bildet. Dieser Hiigelscheint in Schichten abgetheilt zu seyn, welche in einem

(1) DAubuisson. Journ. de Phjs . 1804. p. 4 aG.

(2) Spallanzani a. a. O. III. p. 189. Fortis Geologia etc

( 3 ) Maroschini Observ. p. io 5 . Brocchi Cat. ragionato.Milano 1817.

( 4 ) Beudant voy. III. p. 35 1.

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