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Werden und Seyn des vulkanischen Gebirges / empirisch dargestellt von W.H.C.R.A. von Ungern-Sternberg
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169
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DRITTE ABTHEILENG.

169

Nach Spallanzani wurde der Bimsstein von Campo-Bianco nach einstündigem Glühen zerreihlich , nahm danneine röthliche Farbe an , und verwandelte sich in einschwarzes Glas, worin sichFeldspath-Crystalle bildeten (j).

Nach seinen fernem Beobachtungen ist das Verhaltenim Feuer des Bimssteins der Insel Lipari verschieden.Bei einigen verdickt das Ofenfeuer die Wände der Blasen-räume , ohne den Bimsstein in Staub zu verwandeln ;andere verdichten sich zu einem schwarzen Glase ; derschwarze Bimsstein wird durch Glühen weiss. Nach andernVersuchen auf sausures Apparat bläht sich der Bimssteinvon Lipari bei 71° R. auf. Der Bimsstein vom Niederrheinverdichtet sich schon bei 6i° zu einer lichtgrauen durch-scheinenden Schlacke.

Chemische Analyse.

Kiesel ||

Thon

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Kalk

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Bimsstein von Lipari , nach

Klapproth

77.5

17,5

3,0

1,57

1) v. Campo-Bianeo, nach

Spallanzaui

60,3

23,

6,

6,

3.

2) Daher nach demselben

80,

6,

3,

4,7

4,8

3) Daher nach demselben

80,

4,

2,

4,

3,3

4 1 ) Daher nach demselben

845

4,

3,

2,1

4,2

5) Daher nach demselben

61,

22,7

6,

5,8

3,

Monte-Castello, v. demselben

63,

24,

5,6

3,

2,

Bimsstein v. Arso auflseliia,

3,

8,2

7,

nach Spallanzani

54,

26,3

11,

3,

v. Santoriu, n. demselben

66,8

4,2

14,7

v. San torin, n. demselben

69,

3,

19,

6,

2a

v. Lipari, n. Stucke 7 s

51,

18,5

5,

165

6,

v. Riiederrhein, n. dems.

63,

22,

1,5

5,5

a

Zersetzung.

Der zersetzte Bimsstein bildet eine weisse spröde Erde,welche häufig eine weisse oder gelbliche Masse bildet,

(1) Spallanzaui II. p. 2 58 .