Buch 
Werden und Seyn des vulkanischen Gebirges / empirisch dargestellt von W.H.C.R.A. von Ungern-Sternberg
Entstehung
Seite
184
JPEG-Download
 

184

D KITTE AKTHEO.UKGj

Sehnlichkeit mit andern Felsarten.

Der Klingstein ist häufig mit Hornstein (Petrusilex)verwechselt worden , wovon er sich aber durch seinschiefriges Ansehen , durch seine Lagerung und durchsein übriges Vorkommen merklich unterscheidet. Auchhat man ihn mit Basalt und Thonschiefer verwechselt,mit denen er noch weniger Aehnlichkeit hat. Am ähn-lichsten ist er dem Wernerisclien Grausteine.

Abänderungen und Uebergiinge (1).

Häufig geht der Klingstein in den Trachyt über (sieheoben Beudants Trachyte porphyroide, Seite 126); nochhäufiger bildet er Uebergänge in den Basalt (Mägdebergim Högau , nach Selb).

Zuweilen nimmt der Eisengehalt und die beigemischteHornblende zu , und der Klingstein geht in den Aphanitüber. In andern Fällen wird er hellgrau , leicht, wenigerdicht, nähert sich dem Erdigen, wird spröde und bekommtein fremdartiges Ansehen. Vach v. Leonhard (2) geht er beiTanneberg in Böhmen in verhärteten Thon über , bei Hei-deberg'in der Lausitz in Wacke , auf dem Limberg beiReichstadt in griinsteinartigen Basalt (Dolerit).

Forkummen uiul Verhältniss zu andern Fels arten ( 3 ).

Der Klingstein findet sich häufig in derTiachytformation,wo er am Abhange der Gebirge vorkommt (Kreuzberg inUngarn , nach Beudant , östlicher Abhang des Chimborazo

( 1 ) dAubuisson Journal de Phys. p. 3j4- ' Leonhard Fels-arten. Reuss a. a. O. Humboldt sur le gissement a. in. O.

( 2 ) Siehe dessen topographische Mineralogie.

(3) lusscj den angef. Schriften : Brcisiak Intr. I. p. 5y8.