25
*
Am zwölften Tage kamen wir zu kokenrauhen Bergen, mit wohlriechenden undbuntfarbigen Bäumen bewachsen. Nachdemwir zwei Tage um diese felsigte Küste herum-geschift waren; fanden wir uns in einer un-ermeßlichen Bucht, wo an der einen Seiteeine Ebene flaches Landes war. Von da sa-hen wir des Nachts Feuer, die von allenSeiten her in gewissen Entfernungen strahie-ren , einige grösser, andere kleiner. Hierversahen wir uns mit frischem Wasser, undschiften dann weiter fünf Tage an der Küstehin.
Die hohen mit Wald bedeckten Berge sind dasKap Ger, die äusserste Spitze des Atlas, gegenwelche das Meer sich mit Heftigkeit bricht, wo-durch die Fahrt an der Küste sehr gefährlichwird.
Die folgende Bucht heisst jetzt der Golf vonSainte-Croix, der tiefste, den man an dieser Kü-ste von der Strasse an findet. In der Tiefe dessel-ben trennen sich die Gebirge auf zwei Meilen voneinander, und bilden eine weite Ebene, durchdie der Sus Hiesst. Dies ist die Ebene, von derHannon spricht und wo er sich mit frischem Was-ser versieht. Leo Africanus rühmt von der Küstedieses Meerbusens, den er Garguessein nennt,dass sie ausgezeichnet fruchtbar fei.
Nach fünf Tagen kamen wir in einen gro-ssen Busen, der, wie die Dolmetscher uns sag-
B Leo African. p. 157: Gargueflem agrum habet seliciflimumatfjue uberrimum.
c