Band 
Erster Band.
Seite
206
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Brienz besteht fast nur aus einer einzelnen Reihehölzerner Häuser, die am Seeufer hinunter gebautist, und die einen recht artigen Effekt machen würden,wenn sie nur nicht alle so berauchcrt und so strup-pig aussähen. Die Dächer sind nemlich alle vonSchindeln, und diese sind nicht aufgenagelt, son-dern lose aufgelegt. Damit der Wind sie nicht her-unter weht, so liegen reihenweise Balken darüber,und auf diesen 5 o bis 100 Pfund schwere Steine.Diese Bauart ist in den Alpen allgemein. Die Formder Dächer wird hiedurch gefällig, den» damit dieSchindeln und Steine nicht herunter gleiten, somuffen sie sehr flach gehalten werden, — und jedeSennhütte hat so feine Verhältnisse im Dache, wieein Ziergiebel, (so übersetzt, glaube ich, Hr. Käm-pe das ausländische Wort ^roirtoszaice.) Siehtman zum erstenmal ein solches Alpendach, so glaubtman, es hatte Steine geregnet, weil von einemEnde des Dorfes bis zum andern alle Dächer da-von voll liegen. — Uebrigens ist diese Bedachungin Gegenden, wo im Winter 5 bis 10 Fusi hochSchnee liegt, die einzig mögliche. Die Schindelnliegen 8 bis 12 Zoll dick auf den Dächern, und