Die Geschichte der Barometermcssungen ist sehrlehrreich, wenn man sie aus dem Gesichtspunkteliest, menschliche Vorurtheile und Irrthümer zustudiren. Wenn man sie im Zusammenhange liest,so wird es begreiflich wie es kam, daß eine Mengevorzüglicher Köpfe, die sich mit dieser leichten Leh^ebeschäftigten, so wenig reelle Fortschritte in ihrmachten. Und wenn unsere Fortschritte in so leich-ten Lehren schon so langsam sind, — warum wollenwir uns wundern, daß wir in den schwerern Kapi-teln der Naturkunde so langsam vorwärts kommen,— und daß wir immer noch, mit Seneka aus-rufen müssen: Wie wenig wissen wir!
Bald nachher, alsToricclli das Barometererfunden hatte, (1645) kam der berühmte Pascalauf die Idee: daß, weil der Druck der Luft dasQuecksilber auf 28 Zoll halte, so müßte es auf denBergen niedriger stehen, weil da weniger Luftdarauf drücke. — Er ließ hierüber durch seinenSchwager Perrier in Clermont einen Versuchmachen. Dieser stieg de» ig Sept. 1648 auf denI?ui äe l)ome, wo das Barometer, welches inClermont auf 26 Zoll 5 ^ Linie gestanden hatte, bis