Band 
Zweiter Band.
Seite
212
JPEG-Download
 

212

gar nicht. Allein da Pestalozzi wahrscheinlich selberdie Pcstalozzische Methode kennt, und man das, waser m seiner reichen und richtigen Sprache darübersagt, so leicht und so gerne versteht, so habe ichmich— dabei beruhigt. — Evethens Leibsprüchlemhat freilich auch mit dazu beigetragen:

Die Menschen glauben oftWenn sie nur Worte hören,

Daß sich dabei doch auchWas müsse denke>i lassen.

Auch den Natur-Philosophen geht es wie klu-gen Wirthen, die gerne trüben Wein in dunkelnGefäßen aufsetzen. (Jean Paul hat diese Bemer-kung nicht von mir.)

Bei der großen Freiheit des Geistes, bei derAchtung für Individualität, welche die Methodelehrt, kann es einem die Methode nicht übel neh-men, wenn man s» frei seine Meinung über siesagt, wie sie über andere; überhaupt haben dieseLehren, die sich auf freie Untersuchung gründen,daS Gute, daß in ihnen so wenig wie im Prote-stantismus , ein Pabstthuni entstehen kann, solangesie nur irgend konsequent bleiben.