Band 
Zweiter Band.
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sehr«. Deßwegen ist es so lästig, Streitschriften zulesen. — Indem man jeden Perioden um seinenPaß befragen muß, verliert man die llberstcht deSGanzen, und ist man endlich durch, so hat man dochnoch das Gefühl wie beim Schwämmeessen ; — un-ter so viel Hunderten kann bei aller Aufmerksamkeitimmer noch einer gewesen seyn, der nicht taugt.

Neuton glaubte, daß die Brechung und dieZerstreuungskraft bei allen brechenden Mitteln ingleichem Verhältnisse zu einander stehe, und daßes deßwegen unmöglich sey, eine farbenlvse Bre-chung zu erhalten. — Euler läugnete dieses, undführte als Beweis die farbenlose Brechung desmenschlichen Auges an. Allein eine kleine Rech-nung harte ihm zeigen können, daß bei einer Linsevon so einer kurzen Brennweite, wie die in unsermAuge, alle Strahlen so nahe aufeincn Punkt kom-men müsse», daß der farbige Rand an den Bildernso klein wird, daß ihn unser Auge nicht mehr em-pfindet. — Sobald ein erleuchteter Gegenstandnicht größer erscheint als i Minute, so sehen wirihn nicht mehr deutlich, und erscheint er unter einemnoch kleinern Winkel, so sehen wir ihn gar nichtmehr. — Da der farbige Rand in unserm Auge saschmal ist, daß wir ihn nicht sehen können, samüssen wir unser Auge für sarbenlos halten, ob-schon es dieses eben so wenig ist, wie die Okularsan unsern großen Fernrohren, deren Brennweite