Band 
[Band 3.]
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der Gptick. 955

keit und der Horn⸗ Haut erfuͤllet eine waͤf-ſerige Feuchtigkeit,(humor aqueus, wel-che bald heraus fließt, wenn die Horn-Haut verletzt wird.

Anmerckung.

23. Ihr muͤſſet euch den Bau des Auges wohlbekant machen, wenn ihr recht verſtehen wollt,was es mit dem Sehen vor eine Beſchaffenheit ha-be. Laſſet ihr des Winters ein Ochſen Auge ge-frieren, und ſchneidet es mitten durch; ſo koͤnnetihr am fuͤglichſten ſehen, wie die Haͤute und Feuch-tigkeiten hintereinander liegen. 5

Die 5. Erfahrung. 8

24. Saltet die cryſtallene Feuchtigkeitvor ein angezuͤndetes Licht, oder gegenein denſter, und darhinter ein Papier.Ruͤcket mit dem Papiere nach und nachgegen jene zu, ſo werdet ihr das Lichtmit der Bewegung der Flamme, inglei-chen das Senſter mit ſeinen Glaß Schei-ben, ſehr ſubtil darauf abgebildet ſehen,jedoch umgekehrt, ſo, daß die Spitze der

lamme gegen den Erdboden ſtehet. Zie-het die cryſtallene Feuchtigkeit von demLichte etwas weiter weg, ſo wird dasBildlein auf dem Papiere verſchwinden,aber wieder kommen, wiewol etwaskleiner, wenn ihr mit dem Papiere naͤ-

her hinzu ruͤcket.Der 1. Zuſatz. ö

25. Die Coͤrper, von welchen Strahlen

in das Auge fallen, mahlen ſich ſehr 0und