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[Band 3.]
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977
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der Optick. 977

Die 1. Anmerckung.

75. Weil die weiten Sachen kleiner(F. 28), ingroßen Theilen undeutlicher(H. 31) und dabey dunck-ler(9. 74) ausſehen, als die nahen; ſo kan manauf einer Flaͤche verſchiedene Dinge mahlen, dereneines weiter weg zu ſeyn ſcheinet, als das andere.Und auf dieſem Grunde, nebſt dem Schatten, wel-chen die Coͤrper werfen„beruhet die gantze Mahler-Kunſt, als welche die coͤrperlichen Dinge auf einerFlache dergeſtalt vorſtellet, wie ſie dem Auge in derNatur erſcheinen. 5

Die 2. Anmerckung.

76. Wie viel er dunckter ausſehe, koͤnnet iht

durch den 2. Lehrſatz-(J. 43) ausrechnen. 5Der 9. Lehrſatz.

77. Was unter einem Winckel geſehenwird, ſiehet gleich groß aus: was untereinem groͤßern geſrhen wird, ſiehet groͤſ-ſer aus, und was unter einem kleinerngeſehen wird, kleiner.

Beweiß.

Wenn zwo oder mehrere Sachen AB Eg 42

und CD unter einem Winckel A8; geſehenwerden, ſo iſt das Bild in dem Auge EF voneinerley Groͤße. Und eben ſo iſt es klar,daß das Bild der Sache groͤßer iſt, welcheunter einem groͤßern Winckel geſehen wird,hingegen derjenigen kleiner, welche manunter einem kleinern ſiehet. Derowegenmuͤſſen in dem erſtern Falle die Sachengleich groß ausſehen; in dem andern aberWolfs Matbeſ. Tum. Ill.) Qqq ſie-