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[Band 3.]
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980
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980 Anfangs Gruͤnde

Beweiß.

Wenn zwo Sachen neben einander ſte-hen, ſo ſind auch ihre Bilder in dem Auge ne-ben einander: welches ihr auch leicht aufdergleichen Weiſe erfahren koͤnnet, wie obenangewieſen worden iſt(§. 24,32, 37). Als-denn aber ſehen wir auch die Sachen nebeneinander. Wenn nun das Auge auf ebeneine ſolche Art afficiret wird, als von nebeneinander ſtehenden Sachen geſchiehet; ſomuͤſſen ſie uns auch neben ein ander zu ſtehenſcheinen. Derowegen, wenn die Bilderzwoer Sachen in dem Auge zuſammen ſtoſ-ſen, ſo ſcheinen uns dieſelben nahe beyeinan-der zu ſtehen. W. Z. E. W.

Anmerckung.

35. Die Bilder zwoer Sachen ſtehen in dem Au-ge neben einander, wenn von denen andern, welchezwiſchen ihnen liegen, keine Strahlen in das Augefallen koͤnnen. Dannenhero kommt es uns vor, alswenn alle Sterne von der Erde gleich weit weg waͤ-ren; als wenn einer, welchen wir von weiten ſe-1 an einem Walde gienge, da er doch einen ziem-ichen Weg davon weg iſt; als wenn zween Thuͤrmean einer Kirche waͤren, da ſie doch in verſchiedenen

Doͤrfern ſind, u. ſ. w.

Der 12. Lehrſatz.6. Eine brennende Fackel, oder einanderes brennendes Licht ſiehet in derWeite groͤßer aus, als in der Naͤhe.

Be-