Band 
[Band 3.]
Seite
1191
JPEG-Download
 

der Aſtronomie. 1191

Cepellacum hædis auf der Schulter des Fuhrmanns;Palilit ium, das Auge des Ochſens; Piehades, oder dasSiebengeſtirn auf dem Ruͤcken, und Wyades(aufdem Geſichte des Ochſens), Caſtor und Pollux auf denKoͤpfen der Zwillinge; Præſepe und Ani auf demKrebſe; Regulus oder das Hertz des Loͤbens; SpieaVirginis in der Hand der Jungfrauen, und Linde.zmiatrix auf ihrer Schulter; Autares oder das Hertzdes Scorpions: Fomabant in dem Maule des ſuͤd-lichen Fiſches; Rage! in dem Fuſſe des Orions undAlcon das kleine Sterlein uͤber dem mittlernSchwantze des großen Baͤren.

Die 4. Anmerckung.

154. Die Poeten der Griechen und Roͤmer ha-ben von dem Urſprunge der Geſtirne viele abge-ſchmackte Maͤhrlein erdichtet, welche ihr in des FHginiPoëtico Aſtronomico und Natalis Comitis Mytho-logia finden koͤnnet. Es hat dieſelbe Kieciolus zu-gleich mit angefuͤhret(Almag. Nov. lib. 6. c 3. f. 307.& ſeqq.), und Weigel aus ihm ſie zuſummen gezo-gen(Spher. Euclid. lib. 1. Sect. 1. c. 1. p. 16.&. ſeqq.).In Anſehung dieſer Fabeln haben einige aus einemvermeinten heiligem Eifer die Nahmen der Geſtirneaͤndern wollen. Bells hat in den Geſtirnen des Thier-Kreiſes davon eine Probe gegeben, und JuliusSchiller ein Augſpurger hat nach deſſen Exempelin ſeinem cælo ſtellato Chriſtiano, welches A 1627heraus gekommen iſt, den Geſtirnen Nahmen ausder Bibel beygelegt. 3. E. den Widder nennet erPetrum, den Ochſen Audream, u. ſ. w. Andromedaiſt das Grab des HErrn Chriſti, die Leyer ſeineKrippe, Hercules ſind die H. drey Könige,der Hundsſtern iſt David. conf eigelius l. c. p. at.&c ſeqq. Philipp Sars doͤrffer hat in ſeiner aſtro-nomiſchen Spiel⸗Charte die Bilder der Alten behal-ten, aber geiſtliche Auslegung aus der Bibel dar-uͤber gemacht. Z. E. Die Caſſiopæam nennet er dieBathſeba; den koͤwen giebt er vor den aus, wel-Ffif 4 chen