der Aſtronomie. 1303
aber die Weite der Sonne von der Erde, ſonderlich vonden neuern Aſtronomis, ziemlich groß gefunden wor-den, z. E. 22000 halbe Diameter der Erde, hat es vie-len unglaublich geſchienen, daß eine Linie von 22000Diametern der Erde unter den Fixſternen nur wie einPunct erſcheinen ſolte, indem ſie ſolchergeſtalt uͤber-aus weit von der Erde abſtehen muͤſten. Derowegenhat ſonderlich der beruͤhmte Aſtronomus in Engel-land, Herr Flammſtaͤdt, mit ſonderbahrer Geſchick-lichkeit und ſehr aceuraten Inſtrumenten die Hoͤhedes Polar⸗Sternes von A. 1689 an bis 1697 obſer-virt, und gefunden, daß die Weite des Polar⸗Sternsvon dem Pole um den Eintritt der Sonne in denKrebs 40 bis 45 Secunden groͤſſer ſey, als wenn dieSonne in den Steinbock kommt. Vid. HannnſtædiiFpiſtola ad Malliſium d. a0. Decembr. A. 1698. dataTom. 3. Operum Math. Malliſii f. 50.& ſeqq. Wie-wol Cagſini in den Memoires de Acad. Royale desSciences A. 1699. p. m. 245. meinet, daß die Urſachdieſer Veranderung von etwas anderem als der Be-wegung der Erde herruͤhren muͤſſe, weil die Umſtaͤndeder Obſer vation ſich damit nicht zuſammen reimen.Die 4. Anmerckung.377. Cagſini, wie Gregorius l. c. Schol. prop. 54.f. 274. anmercket, hat obſervirt, daß der erſte Stern indem Widder zuweilen in zwey zertheilet erſcheine, der-gleichen er auch von dem einen Haupte der Zwillingegefunden hat. Einige andere in den Plejadibus undder mittlere in dem Orions-Schwerdte ſind ihm zu-weilen dreyfach, ja vierſach erſchienen: deſſen Urſachſich gar wohl aus der Bewegung der Erde um dieSonne begreifen laͤßt. Denn, wenn ſie in O iſt, ſokoͤnnet ihr ween Sterne/ deren einer niedriger iſt alsder andere, in einem Orte ſehen, welche ihr aus Minverſchiedere Oerter ſetzet. Sehet, wie die neueſten Ob-ſervationei die Richtigkeit des CopernicaniſchenWelt⸗Gelaͤudes bekraͤftigen. Damit ihr nun aherNu nu 4 auch
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